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Südzucker will für das Geschäftsjahr 2025/26 keine Dividende zahlen

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Die Zuckersparte schreibt rote Zahlen, die Bioethanol-Sparte hat Probleme. Nun zieht der Vorstand von Südzucker Konsequenzen. Das wird vor allem mit einer Maßnahme begründet.


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Der Südzucker-Konzern will dieses Jahr keine Dividende an seine Aktionäre ausschütten. Dies werde der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Grund für die Entscheidung seien zum einen die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme im größten Geschäftsbereich Zucker, heißt es in der Mitteilung. Vor allem müsse das Unternehmen aber hohe Abschreibungen auf das Anlagevermögen vornehmen – erwartet würden demnach 450 bis 550 Millionen Euro.

Südzucker setzt Dividende aus: Hohe Abschreibungen und Probleme im Zucker-Geschäft belasten

Der genaue Betrag werde im Rahmen der Aufstellung des Abschlusses für das Geschäftsjahr 2025/26 ermittelt.

„Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisbelastung sieht der Vorstand der Südzucker AG die Voraussetzungen zur Zahlung einer Dividende als nicht gegeben an“, heißt es weiter.

Anlagevermögen bei Südzucker: Was Firmenwerte, Marken, Gebäude und Beteiligungen bedeuten

Unter das Anlagevermögen fallen Firmenwerte, Marken und Patente, Gebäude und Anlagen, aber auch Wertpapiere und Beteiligungen. In diesem Fall fallen die Abschreibungen in der Zuckersparte an, wie ein Unternehmenssprecher erläutert: Die bislang zugrundegelegten Einnahmen aus den Fabriken dürften angesichts der anhaltend niedrigen Weltmarktpreise nicht zustandekommen, so dass der daraus sich ergebende fiktive Wert der Fabriken angepasst werden müsse.

Auf das operative Ergebnis werden die Abschreibungen keine Auswirkungen haben, wird mitgeteilt. Der Aufsichtsrat muss dem Dividendenvorschlag erst noch zustimmen. Die Hauptversammlung ist für den 16. Juli angesetzt – allerdings nur als virtuelle Versammlung.

Bei Südzucker schwankt die Dividendenzahlung immer wieder

Südzucker hatte vergangenes Jahr noch 20 Cent je Aktie ausgeschüttet. Im Jahr zuvor waren es sogar 90 Cent. 2023 flossen 70 Cent, 2022 40 Cent und 2021 ebenfalls nur 20 Cent.

Zuletzt fielen hohe Verluste in der Zuckersparte an, aber auch bei der Bioethanol-Tochter Cropenergies sank das Ergebnis.

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