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Schwarz-Gruppe mit neuer Recycling-Strategie: Von "Reset Plastic" zu "Reset Resources"

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Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der Schwarz-Gruppe offenbart, dass der Handelsriese bei der Versorgung mit Rohstoffen unabhängiger werden möchte. Dabei soll das Entsorgungsunternehmen Prezero helfen.


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Das Thema Nachhaltigkeit will die Schwarz-Gruppe nicht mehr nur auf Energie und Plastik beschränken. In ihrem am Donnerstag veröffentlichen aktuellen Nachhaltigkeitsbericht kündigt sie an, die Quoten für die Wiederverwendung von Rohstoffen massiv steigern zu wollen. Hilfe soll dabei vor allem das eigene Entsorgungsunternehmen Prezero leisten.

Von "Reset Plastic" zu "Reset Resources": Schwarz-Gruppe nennt neue Nachhaltigkeitsstrategie

Aus der bislang gültigen Strategie „Reset Plastic“ wird nun „Reset Resources“: Es soll nicht nur Plastik wiederverwendet werden, sondern es werden künftig auch andere Stoffgruppen wie Textilien und Lebensmittel erfasst. „Wir wandeln intern wie extern Abfälle in Wertstoffe und sichern Rohstoffbedarfe für ganz Europa“, heißt es in dem Bericht. Inzwischen würden 88,6 Prozent des gesamten Abfalls der Unternehmen der Schwarz-Gruppe recycelt, wiederverwendet, vergärt, kompostiert oder als Tierfutter eingesetzt – im Vorjahr waren es noch 87,7 Prozent.

Alleine 2,4 Millionen Tonnen wurden demnach recycelt, darunter knapp 1,8 Millionen Tonnen Papier und Kartonage und 300.000 Tonnen PET und andere Kunststoffe. 494.000 Tonnen wurden vergoren, 81.000 Tonnen wurden wiederverwertet und 60.000 Tonnen zu Tierfutter verarbeitet. Knapp 44.000 Tonnen wurden kompostiert und 194.000 Tonnen „thermisch verwertet“, wobei die Energie zurückgewonnen wurde, steht in dem Bericht. Auf die Deponie wanderten rund 148.000 Tonnen, 7000 Tonnen wurden verbrannt.

Stromverbrauch bei Schwarz-Gruppe ist gestiegen – Spritverbrauch auch

Der Energieverbrauch ist unterdessen gestiegen: Alle Unternehmen der Gruppe zusammen verbrauchten 10,36 Millionen Megawattstunden Strom nach 9,96 Millionen vor einem Jahr. 98,5 Prozent stammten aus erneuerbaren Quellen, von denen aber nur 693.000 Megawattstunden selbst erzeugt wurden, davon 370.000 Megawattstunden durch eigene Photovoltaikanlagen, was einem Plus von 9,3 Prozent entspricht. Die Wärmeversorgung läuft vor allem über Erdgas, in den Werken von Schwarz-Produktion vor allem über Biomasse.

Trotz des Einsatzes erster Elektro- und Wasserstoff-Lkw bei Kaufland und Prezero ist der Kraftstoffbedarf um mehr als 24 Prozent gestiegen. Die Treibhausgas-Emmissionen nahmen insgesamt um sieben Millionen Tonnen auf 179 Millionen Tonnen zu, was insbesondere durch den Einkauf der Waren und ihren Transport verursacht wurde, wobei nur bei Prezero der Ausstoß sank.

Schwarz-Gruppe laut Nachhaltigkeitsbericht offen für Betriebsräte

Übrigens: Laut ihrem Nachhaltigkeitsbericht ist die Schwarz-Gruppe durchaus offen für die Gründung von Betriebsräten. „Alle Mitarbeiter haben das Recht, Arbeitnehmervertretungen zu bilden und sich in Arbeitnehmerkoalitionen (zum Beispiel Gewerkschaften) zu engagieren“, heißt es im Kapitel Soziales. Allerdings bestehen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi nur wenige Betriebsratsgremien in der Region, überwiegend an den Standorten von Kaufland.

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