Stimme+
Insolvenz 

Spielwarenhändler Rofu findet Investor – so geht es mit der Filiale Heilbronn weiter

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Der kriselnde Spielwarenhändler hat einen Übernehmer gefunden. Allerdings werden 27 von 104 Filialen geschlossen. Was mit dem Standort im Heilbronner Weipertzentrum passsiert.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Für Rofu Kinderland gibt es eine Fortführungslösung. Der Spielwarenhändler hat nur drei Monate nach dem Insolvenzantrag und der Eröffnung des Eigenverwaltungs-Verfahrens am 1. April einen Investor gefunden. Das Unternehmen hat eine entsprechende Vereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH abgeschlossen, teilt die Kanzlei Pluta als Sanierungspartner mit. Gesellschafter der neuen Investoren ist die Top Locc GmbH. Achim Weniger als deren geschäftsführender Gesellschafter verfüge über jahrzehntelange, umfangreiche Branchenerfahrung, wird mitgeteilt – er war bis Februar vorigen Jahres Vorstand beim Spielwaren-Handelsverbund Vedes.

Rofu Kinderland befindet sich seit dem 19. Januar in einem Eigenverwaltungsverfahren, das auf den langfristigen Erhalt des Unternehmens abzielt. Dabei bleibt das Management im Amt und wird von Sanierungsspezialisten unterstützt. Marcus Katholing von der Pluta Management GmbH ist als Sanierungsgeschäftsführer tätig.

Rofu in Schieflage: Das Insolvenzverfahren soll schon bald verlassen werden

Die Beteiligten haben den Kaufvertrag bereits unterzeichnet, wird mitgeteilt. Die Investorenlösung werde im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt. Das bedeutet: Rofu Kinderland wird gemeinsam mit dem Pluta-Team in den nächsten Wochen einen Insolvenzplan erstellen und strebt einen Vergleich mit den Gläubigern an. Geplant sei, dass das Unternehmen ab August wieder eigenständig handeln kann und das Insolvenzverfahren hinter sich lässt.

Die Rofu-Filiale in Heilbronn befindet sich im Untergeschoss des Weipertzentrums.
Die Rofu-Filiale in Heilbronn befindet sich im Untergeschoss des Weipertzentrums.  Foto: Berger, Mario

So geht es mit den Rofu-Filialen und der Zentrale weiter

Die Vereinbarung sieht allerdings vor, dass nur 77 Filialen fortgeführt werden. Dort sind 1035 Mitarbeiter tätig, die vom Investor übernommen werden. 27 Standorte werden hingegen voraussichtlich bis zum Juli einen Räumungsverkauf ansetzen und geschlossen. Etwa 330 Mitarbeitern müsse daher gekündigt werden. In der Zentrale in Hoppstädten-Weiersbach werden nur etwas merh als 80 der rund 360 Mitarbeiter übernommen. Das Außenlager in Rammstein mit rund 60 Mitarbeitern werde geschlossen. Durch die Übernahme blieben also rund 1120 von zuvor knapp 1800 Arbeitsplätzen erhalten.

Rofu ist eine große Nummer im deutschen Spielwarenmarkt

Für den Standort im Heilbronner Weipertzentrum ist bereits klar, wie es weitergeht. Die Filiale in Heilbronn wird fortgeführt“, teilt eine Unternehmenssprecherin mit.

Das Unternehmen setzte im Jahr 2024 etwa 175 Millionen Euro um. Michael Fuchs trat 2020 als geschäftsführender Gesellschafter die Nachfolge seines Vaters Eberhard Fuchs an der Spitze an. Gegründet wurde Rofu 1962 und ist heute hinter Smyth’s Toys und den Handelsverbünden Idee + Spiel sowie Vedes viertgrößter Spielwarenhändler in Deutschland.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben