Preisschwankungen bei Gold: Landesbank-Experte sieht keinen Grund zur Beunruhigung
Nach einer wochenlangen Rekordjagd ist der Goldpreis zuletzt gefallen, stabilisiert sich nun aber wieder. Ein Experte der Landesbank Baden-Württemberg ordnet die aktuelle Lage ein.
Rauf, runter, wieder rauf: An der Börse wechseln die Kurse oft im Sekundentakt. Ein sicherer Hafen in Krisenzeiten sind in der Regel Edelmetalle. Nach etlichen Hochs gab es beim Goldpreis zuletzt eine Kurskorrektur, nun tritt aber schon wieder eine Stabilisierung ein.
Am 29. Januar hatte der Goldkurs in den Morgenstunden sein bisheriges Allzeithoch bei 5.595,47 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) markiert. Hierauf folgte ein nahezu beispielloser Einbruch. Am frühen Morgen des 2. Februar lag der Goldpreis im Tief nur noch bei 4.402,95 US-Dollar und damit um 21,3 Prozent niedriger. Seither hat sich der Goldkurs jedoch wieder deutlich erholt und dabei die Marke von 5000 US-Dollar wieder klar übersprungen.
Goldpreis-Entwicklung: Experte ordnet die aktuelle Lage ein
Im August und September vergangenen Jahres hat beim Gold eine regelrechte Kursrallye eingesetzt. In der Spitze hat das Edelmetall bis zum Jahreswechsel an die 60 Prozent zugelegt“, sagt Sandro Pannagl auf dem Bereich Research der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Im Januar haben wir dann nochmal ein Plus von 30 Prozent gesehen.“
Als Gründe nennt der Finanzexperte die geo- und wirtschaftspolitischen Spannungen auf der Welt. „Bestes Beispiel ist Grönland“, so Pannagl. „Die US-Politik unter Trump ist unberechenbar geworden.“ Die zwischenzeitliche Kurskorrektur beim Gold sein normal. Zum einen habe es Mitnahmeeffekte gegeben, zum anderen habe man in den vergangen zwei Woche sehr viele spekulative Trades gesehen, vor allem aus China.
Prognose: Goldpreis pendelt sich um die 5000 US-Dollar pro Feinunze ein
Nachdem sich der Goldpreis zuletzt wieder deutlich erholt hat, erwartet Sandro Pannagl erst einmal keinen größeren Ansturm auf das Edelmetall und keine größeren Abverkäufe mehr. „Auf Jahressicht rechnen wir mit einem Goldpreis um die 5000 US-Dollar pro Feinunze“, sagt der LBBW-Experte.
Private Anleger hätten aktuell keinen Handlungsbedarf. Gold sei langfristig stets eine gute Beimischung im Portfolio. „Anleger sollten hier langfristige Renditeziele verfolgen“, sagt Pannagl.
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