Gold, Silber und Bitcoin verlieren an Wert: Wie sich Anleger verhalten sollten
Drastischer Preisverfall bei Gold, Silber und Kryptowährungen wie Bitcoin setzt sich weiter fort. Das sollten Anleger jetzt tun.
Der Absturz bei Edelmetallen und Kryptowährungen setzt sich in dieser Woche fort. Nach dem deutlichen Einbruch in der vergangenen Woche stehen die Preise für Gold, Silber und Bitcoin weiterhin unter Druck. Anleger sollten dennoch nicht in Panik verfallen, sondern Ruhe bewahren.
Nach Rekord-Preis für Gold, Silber und Bitcoin: Wert fällt wieder ab
Nach der monatelangen Rallye sackten die Preise für Gold und Silber rapide ab. So kostete eine Feinunze Gold am Montagmorgen rund 4500 US-Dollar, nachdem der Goldpreis am vergangenen Donnerstag noch ein Rekordhoch von 5595 Dollar erreicht hatte.
Bei Silber liegt der Preis für eine Feinunze um rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Auch der Bitcoin hat zuletzt massiv an Wert verloren. Am Sonntagvormittag kostet die Kryptowährung knapp 79.000 Dollar und liegt damit um rund 47.000 Dollar unter dem Rekordhoch von 126.000 Dollar im November 2025 – ein Kursverlust von fast 40 Prozent.
Preissturz beim Edelmetall-Kurs: Warum der Wert von Gold, Silber und Bitcoin abfällt
Als Hauptursache für die Talfahrt gilt die Nominierung von Kevin Warsh als nächster Chef der US-Notenbank Fed durch US-Präsident Donald Trump. Der frühere Fed-Gouverneur Warsh gilt als Verfechter einer stabilitätsorientierten Geldpolitik und als Gegner extrem lockerer geldpolitischer Maßnahmen. Das mehrte die Zweifel daran, dass es tatsächlich zu den von Trump geforderten Zinssenkungen kommen würde. Entsprechend gerieten in der Folge die Kurse von Gold, Silber und Bitcoin unter Druck, nicht zuletzt wegen des steigenden US-Dollars.
Gold und Silber werden weltweit in Dollar gehandelt, ein stärkerer Dollar verteuert die Edelmetalle für Käufer außerhalb des Dollarraums. Marktbeobachter weisen zudem darauf hin, dass viele Anleger nach der monatelangen Preisrallye den Moment genutzt hätten, um Gewinne mitzunehmen. Dadurch geraten die Preise unter Druck.
Nicht in Panik verfallen: Was Anleger beim Preisverfall beachten sollten
Trotz des Preisverfalls raten Experten Anlegern, nicht in Panik zu verfallen. Vor allem wer einen langfristigen Horizont hat, sollte Ruhe bewahren. Häufig folgen auf solche drastischen Einbrüche Gegenbewegungen. Statt jetzt panisch zu verkaufen, sollte besser eine Stabilisierung der Kurse und Preise abgewartet werden. Wer monatlich in einen Sparplan investiert, ist von kurzzeitigen Schwankungen ohnehin weniger betroffen.
Experten weisen zudem darauf hin, dass sich an der grundsätzlichen Situation mit geopolitischen Risiken und hoher Staatsverschuldung nichts geändert habe. Gold bleibe daher ein Instrument zur Diversifikation und Absicherung des Depots – und damit zumindest mittel- und langfristig weiterhin ein sicherer Hafen. Klar ist Marktbeobachtern zufolge aber auch, dass die Volatilität an den Märkten hoch bleibe.
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