Stimme+
Menschenkette

Weitere Protestaktion gegen Schließung des Neff-Werks in Bretten geplant

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die IG Metall Bruchsal ruft am 30. Januar zu einer Menschenkette um das Neff-Werk in Bretten auf. Erste Gespräche über die Zukunft des Standorts finden an diesem Freitag statt.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Der Kampf um die Zukunft des Neff-Werks in Bretten geht weiter. An diesem Freitag treffen sich der Betriebsrat und die Geschäftsführung von Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH) zu einem ersten Gespräch – offizielle Verhandlungen sollen später folgen. Derweil ruft die IG Metall Bruchsal zu einer Protestaktion gegen die Schließung des Werks auf. Unter dem Motto „Neff braucht Bretten – Bretten braucht Neff“ sollen am Freitag, 30. Januar, ab 17 Uhr die Beschäftigten und Unterstützer des Neff-Werks eine Menschenkette um das Werk bilden.

Eine Schließung des Neff-Werks hätte Folgen für die gesamte Region Bretten

Wie die IG Metall Bruchsal mitteilt, sind bei Neff/BSH und dem dazugehörigen Logistiker HSN mehr als 1000 Arbeitsplätze gefährdet. Die Gewerkschaft warnt darüber hinaus vor den Folgen einer Werksschließung für die Region. „Der Verlust von über 1000 Arbeitsplätzen hätte negative Auswirkungen auf die Stadt und die gesamte Region. Zulieferer, Handwerker, Dienstleister, Werkschutz etc. wären direkt davon betroffen. Der umliegende Einzelhandel ebenso. Steuereinnahmen würden der Stadt und den umliegenden Gemeinden fehlen“, teilt die IG Metall Bruchsal mit.

Die Gewerkschaft hofft auf mindestens 2000 Teilnehmer bei der Aktion – die Menschenkette soll das komplette Neff-Werk einschließen.

Schon mehrfach haben die Neff-Mitarbeiter in Bretten gegen die geplante Schließung des Werks protestiert.
Schon mehrfach haben die Neff-Mitarbeiter in Bretten gegen die geplante Schließung des Werks protestiert.  Foto: Simon Bitsch

Arbeitgebervertreter: Keine Werksschließung zugunsten von Gewinnmaximierung

BSH hatte Mitte Oktober angekündigt, das Brettener Werk, in dem Herde und Dunstabzugshauben hergestellt werden, bis zum Ende des ersten Quartals 2028 schließen zu wollen. Davon wäre auch die angegliederte Logistik betroffen. Insgesamt würden somit rund 980 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Betriebsrat und IG Metall weisen seitdem immer wieder darauf hin, dass das Brettener Neff-Werk profitabel sei. „Man schließt keine profitablen Werke um der Rendite willen – das ist unanständig und verantwortungslos“, hatte etwa Marco Oestringer, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Bruchsal, im Dezember 2025 gesagt.

Die Arbeitgebervertreter erinnern auch immer wieder daran, dass Bosch als Stiftungsunternehmen eine besondere soziale Verantwortung habe. „Eine Schließung nur zugunsten von Gewinnmaximierung muss verhindert werden“, betont die IG Metall Bruchsal. Man werde um das Neff-Werk und jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben