Wirtschaftskrise wird weitere Opfer fordern
Es wird in der Region Heilbronn-Franken weitere Stellenstreichungen und Insolvenzen geben, meint unser Autor.
Die Situation in der regionalen Wirtschaft spitzt sich zu. Das zeigen die Schreckensmeldungen der vergangenen Wochen, auch wenn die einzelnen Fälle nur bedingt miteinander vergleichbar sind.
Dennoch ist klar, dass die Krise längst nicht nur Unternehmen der Automobilbranche treffen, die zweifellos am stärksten von der Rezession bei gleichzeitig laufender Transformation betroffen ist.
Regionale Wirtschaft unter Druck: Donald Trumps Zollpolitik ist Gift für Investitionen
Auch Maschinenbauer, Handwerker und Dienstleister leiden unter der anhaltenden Konjunkturflaute. Dazu kommt die unvorhersehbare Zollpolitik von Donald Trump, der die exportlastige Wirtschaft in Baden-Württemberg und in der Region besonders hart trifft. Diese Unsicherheit ist Gift für Investitionen und Wachstumspläne.
Die neue Bundesregierung ist für diese Malaise nicht verantwortlich. Aber sie hat vollmundig schnelle Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur versprochen. Dazu gehören vor allem niedrigere Energiekosten, steuerliche Entlastung und Bürokratieabbau. Die bisher auf den Weg gebrachten Maßnahmen sind richtig und wichtig, aber es wird dauern, bis sie ihre Wirkung entfalten und der Wirtschaft wirklich helfen.
Bundesregierung verspricht schnelle Hilfe: Keine Spur von Aufbruchstimmung
Bis es soweit ist, wird es weitere Nachrichten über Stellenabbau und Insolvenzen geben – auch in der wirtschaftsstarken Region Heilbronn-Franken.
Denn von der Aufbruchstimmung, die Bundeskanzler Friedrich Merz erzeugen wollte, ist derzeit wenig zu spüren.
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