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Kaufland plant rund 20 Neueröffnungen in Deutschland – manche Filialen schließen

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Kaufland erweitert nach der Übernahme von Real- und Globus-Märkten ihr Filialnetz. Die Supermarktkette der Schwarz-Gruppe schließt allerdings auch einige Filialen.


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Bei Kaufland steht ein weiteres Jahr mit umfangreichen Veränderungen bevor. Nachdem im Vorjahr zum einen weitere ehemalige Real-Märkte integriert und zudem vier Globus-Märkte übernommen wurden, stehen etwa 20 Neueröffnungen an. Auf der anderen Seite müssen auch fünf Kaufland-Filialen ihre Türen schließen, was vor Ort zum Teil schon für heftige Reaktionen sorgt.

Neueröffnung von Kaufland-Märkten – andere Filialen schließen

Von den Schließungen betroffen ist die Filiale im thüringischen Gera, in einem Einkaufszentrum im Norden der Stadt. Der einzige verbliebene Supermarkt im Stadtteil Bieblach wird zum 15. Oktober zugemacht, teilte das Unternehmen den Beschäftigten vor einer Woche mit. 90 Mitarbeiter sind betroffen. Die Stadt Gera bedauerte die Entscheidung, heißt es in einer Mitteilung. Sie wolle gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung nach Perspektiven suchen.

Kaufland erklärte in regionalen Medien, dass die Filiale seit längerer Zeit nicht mehr den modernen Anforderungen an eine Einkaufseinrichtung entspreche. Zudem habe die Geschäftsentwicklung in den letzten Jahren nicht den gewünschten Erfolg gebracht. In der Stadt gibt es eine zweite Filiale in der Stadtmitte.

Wo Kaufland dieses Jahr schließt oder neu eröffnet

In Aalen hieß es noch im September, dass die Filiale nicht zur Debatte steht. Das hat sich inzwischen geändert: Der im Sommer auslaufende Mietvertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen beendet, berichtete der Eigentümer der Immobilie in örtlichen Medien. Kaufland eröffnete dort im Februar 2016. Auch in Aalen gibt es eine zweite Kaufland-Filiale, die näher zum Stadtzentrum liegt.

Im Bayrischen Freising wird die Kaufland-Filiale im Fachmarktzentrum Attaching im Oktober geschlossen. Die Belegschaft wurde bereits im Herbst informiert. „Die negative Geschäftsentwicklung der im November 1995 eröffneten Filiale macht den geplanten Schritt zur Schließung notwendig“, teilte seinerzeit ein Sprecher mit. In Freising hat Kaufland 2022 einen ehemaligen Real-Markt übernommen und ausgebaut.

Kaufland schließt etwa in Sigmaringen: Wo Edeka zum Zuge gekommen ist

Ende des Jahres ist für Kaufland zudem in Grevenbroich in Nordrhein-Westfalen Schluss. Die Entscheidung wurde ebenfalls bereits im vorigen Herbst verkündet. Die Filiale im zentrumsnahen Einkaufszentrum Montanushof existiert seit 2011 und hat derzeit etwa 60 Beschäftigte. Auch in dieser Stadt gibt es eine zweite Kaufland-Filiale - am Stadtrand haben die Neckarsulmer eine frühere Real-Filiale erworben und bereits umgeflaggt.

In Sigmaringen kommt es im Juli zu einem Wechsel: Kaufland schließt, stattdessen zieht dort ein Edeka-Markt ein und will nach einem Umbau 2026 eröffnen. Der Mietvertrag von Kaufland sei ausgelaufen, die Großflächensparte der Schwarz-Gruppe sei dann nicht mehr zum Zuge gekommen, heißt es in Medienberichten. Kaufland war seit 1995 in der Stadt ansässig und beschäftigt derzeit etwa 70 Mitarbeiter am Standort. Im Gegensatz zu den anderen vier Fällen gibt es keine weitere Filiale der Kette in der Stadt.

Etwa 20 Kaufland-Märkte sollen neu eröffnen

Bis Jahresende will das Unternehmen dafür etwa 20 Märkte neu eröffnen, teilt Unternehmenssprecher Dominik Knobloch mit. Noch im ersten Quartal werde es Filial-Neueröffnungen unter anderem in Bedburg, einem ehemaligen Globus-Markt, sowie von den früheren Real-Märkten Ingelheim am Rhein, Jettingen, Karlsruhe und Ludwigshafen geben.

Kaufland werde im Laufe des Jahres zudem die früheren Globus-Standorte Wesel, Chemnitz  und Essen umflaggen und eröffnen, außerdem neue Filialen in Passau, Heidenau, Cuxhaven, Göttingen, Haßloch, Schwentinental, Dormagen und Brandenburg. „Grundsätzlich sind wir immer an attraktiven Standorten interessiert und bestrebt, unser Filialnetz weiter auszubauen“, sagt Knobloch.

Eine wesentliche Rolle spielten dabei die Verkehrsinfrastruktur, die Funktionalität der Gebäude sowie weitere Faktoren wie unter anderem das Einzugsgebiet und die Größe der Verkaufsfläche. „Wir bewerten jeden Standort individuell im Hinblick auf seine langfristigen Entwicklungspotenziale sowie unter Beachtung mietvertraglicher Rahmenbedingungen.“ Kaufland betreibt derzeit mehr als 770 Filialen in Deutschland. Bis Jahresende könnten es also bereits etwa 790 sein.

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