Intersport-Logistikzentrum in Heilbronn wächst – Hochregallager beeindruckt
Intersport Heilbronn schlägt jährlich eine Million Pakete um. Jetzt wird das Hochregallager auf den Böllinger Höfen erweitert. Warum dieser Schritt notwendig wurde.
Es ist wie ein 3D-Puzzle, nur in groß, in einer Halle und mitten in einem laufenden Betrieb. Einige Dutzend Arbeiter sind momentan damit beschäftigt, im Logistikzentrum von Intersport auf den Böllinger Höfen die letzten freien Lücken im Hochregallager zu schließen: Mit zwei weiteren Gassen ist künftig der gesamte Platz ausgenutzt. Außerdem wird eine Etage tiefer auch der Versandbereich neu konfiguriert und erweitert. Dies wurde vor Kurzem mit einer kleinen Feier für die beauftragten Firmen und das Projektteam begangen.
Warum das Intersport-Logistikzentrum in Heilbronn erweitert wird
Dass das Logistikzentrum erst 2020 in Betrieb gegangen ist und nun schon wieder erweitert wird, ist für Logistik-Leiter Jürgen Beier kein Widerspruch. Bewusst sei seinerzeit schon im Neubau Platz für Erweiterungen gelassen worden, berichtet er. Und nun sei es eben schon so weit. "Der eine Grund ist unser organisches Wachstum, der andere das Wachstum in unserer Logistik an sich", erklärt er: Geschwindigkeit und Durchlauf sollen erhöht werden, um angesichts der anhaltenden Lieferkettenprobleme flexibel reagieren zu können.

Momentan wirke sich vor allem aus, dass Ware aus Fernost wegen drohender Angriffe durch Huthi-Rebellen aus dem Jemen den Umweg um das Kap der Guten Hoffnung nehmen muss, wodurch die Schiffe viel länger unterwegs sind. Intersport beschaffe seine Ware dort in verschiedenen Ländern, die transportierte Menge sei stabil, berichtet Beier.
Die meisten Container würden in Hamburg abgeladen, wo die Genossenschaft einen Logistikstandort betreibt. Manche Schiffe legten aber auch in Rotterdam oder Antwerpen an. Häfen im Mittelmeer, wie sie inzwischen der Discounter Lidl vor allem für seine osteuropäischen Gesellschaften verstärkt nutzt, werden hingegen nicht angesteuert.
Intersport in Heilbronn: Neue Hochregalgassen und Kommissionierplätze
"Wir setzen hier konsequent die Strategie der Automatisierung fort", erklärt der Logistik-Leiter. Dabei wird mit regionalen Unternehmen wie Körber Automation und Gebhardt Fördertechnik zusammengearbeitet. Neben den beiden zusätzlichen Hochregalgassen entstehen auch neue Kommissionierplätze. Pro Jahr werden bei Intersport etwa eine Million Pakete umgeschlagen. Die Kapazität werde durch die Erweiterung um etwa 30 Prozent steigen.
Intersport-Vorständin Henriette Tesch nennt die Bauarbeiten daher "einen Meilenstein. Sie sind maßgeblich entscheidend für die Zukunft der Intersport und für das Wachstum, dass wir uns gesetzt haben." Angaben zur Investitionssumme wurden nicht gemacht. Allerdings, so kündigte Intersport bereits vor einem Jahr an, wird in energetische Maßnahmen wie Photovoltaik auf den Hallendächern und auf freien Grundstücken eine Summe von mehr als zehn Millionen Euro investiert.
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