Imec ist ein doppelter Glücksfall für Heilbronn
Die Ansiedelung des Chipforschungsinstituts Imec zeigt, dass das Heilbronner KI-Ökosystem schon jetzt internationale Strahlkraft besitzt, meint unser Autor.

Das ist zweifellos ein Coup für Heilbronn. Das belgische Chipforschungsinstitut Imec wird sich am Innovation Park Artificial Intelligence (Ipai) ansiedeln. Wer sich in dieser speziellen Branche umhört, merkt rasch, dass es sich hier nicht um eine beliebige Forschergruppe handelt, sondern um die Elite in der Halbleitertechnik. Alle namhaften Chiphersteller weltweit schwören auf die Kompetenz der Imec-Experten, die in mehr als 40 Jahren in der Chipforschung eine Expertise aufgebaut haben, die ihresgleichen sucht.
Imec-Ansiedelung zeigt die Attraktivität des Ipai
Für Heilbronn und die Region ist die Ansiedelung, die erst am kommenden Montag auf der Hannover Messe offiziell von der Landesregierung und weiteren Beteiligten bekanntgegeben wird, ein doppelter Glücksfall. Zum einen wird deutlich, welche internationale Anziehungskraft der Ipai schon heute besitzt, da noch nicht einmal der Spatenstich für den KI-Park vollzogen ist. Das regionale Ökosystem rund um das Megathema Künstliche Intelligenz wächst und gedeiht, immer mehr Unternehmen aus diversen Branchen und Forschungseinrichtungen wollen an dieser Entwicklung teilhaben. Hochkarätige Halbleiterforscher und zusätzliche Chip-Professuren passen da sehr gut hinein.
Für die regionale Autobranche tun sich ganz neue Chancen auf
Und, nicht minder wichtig: Durch den klaren Fokus auf die Autoindustrie können die Imec-Forscher einen wesentlichen Beitrag zur Transformation der Branche in der Region leisten. Für Autohersteller und -zulieferer werden sich ganz neue Chancen auftun, die im Idealfall in neue Geschäftsfelder münden. Das ist genau das, was die gebeutelte Branche braucht, die für die Region so wichtig ist.
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