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IHK Heilbronn-Franken kritisiert Zolldeal der EU mit den USA

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Die IHK Heilbronn-Franken kritisiert den Zolldeal der EU mit den USA scharf. Trotz gesenkter Zölle auf Autos bleibt die Unsicherheit groß – vor allem im Maschinenbau.


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Die IHK Heilbronn-Franken kritisiert den Zolldeal, den die Europäische Union mit den USA geschossen hat. Demnach werden die meisten Produkte, die von der EU in die USA geliefert werden, mit einem Zoll in Höhe von 15 Prozent belegt. Doch für die IHK ist der Handelsstreit damit längst nicht beigelegt.

„Der Zolldeal mit den USA hat nicht dazu geführt, dass unsere Exportunternehmen jetzt wieder mehr Zuversicht geschöpft haben. Im Gegenteil: Die Betriebe sind maximal verunsichert, sie trauen den Aussagen Donald Trumps nicht“ sagt Hauptgeschäftsführerin Elke Döring.

IHK Heilbronn-Franken kritisiert EU-Zolldeal mit den USA: Hohe Zölle auf Stahl und Aluminium belasten die Maschinenbauer

Zwar seien Einfuhrzölle von 15 Prozent für die Automobilindustrie immer noch besser als 27 Prozent wie bisher. „Aber die Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Stahl- und Aluminium-Einfuhren bleiben unverändert“, betont Döring. „Das trifft vor allem unsere Maschinenbauer hart und wird viele in Existenznot bringen“, fürchtet die IHK-Hauptgeschäftsführerin. Dabei werde es zudem nicht bleiben, wenn die 400 Produktkategorien auf der Liste derivativer Produkte hinzukommen, wie es Trump angekündigt hat.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Maschinenbauverband VDMA diese Kritik am Zolldeal geäußert. Da auf den Stahl- und Aluminiumanteil der Maschinen und Anlagen der hohe Zoll von 50 Prozent gezahlt werden müsse, sieht der Branchenverband das gesamte US-Geschäft der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer bedroht.


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Döring: EU kann selbstbewusst mit den USA verhandeln

Die IHK Heilbronn-Franken fordert die EU daher auf, ihre wirtschaftliche Souveränität nicht aufs Spiel zu setzen, indem sie der US-Zollpolitik mit kurzfristigen Handelsdeals begegne. „Die EU kann trotz vieler Abhängigkeiten selbstbewusst verhandeln“, sagt Elke Döring. Sie müsse sich nur intern einige sein und konsequent ein Handelsabkommen vorantreiben, das die Abschaffung der US-Zölle zum Ziel hat.

Döring verweist auf eine Umfrage des Kammerdachverbandes DIHK vom August. Demnach ordnen mehr als die Hälfte der Unternehmen die Einigung mit den USA als Belastung für die Europäische Union ein und fordern im weiteren Verlauf der Verhandlungen eine „klare und harte Kante gegenüber der USS-Administration“.

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