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Unilever will Knorr und andere Marken verkaufen – Stammwerk in Heilbronn betroffen

  
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Der britische Konsumgütergigant will sich von seinen Nahrungsmittel-Marken trennen. Das betrifft auch Knorr mit dem Stammwerk in Heilbronn. Mit einem möglichen Käufer wird bereits verhandelt.


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Die Heilbronner Traditionsmarke Knorr könnte bald wieder einen neuen Besitzer bekommen. Der Unilever-Konzern bestätigte am Freitag, dass Verkaufsgespräche über seine Lebensmittelsparte laufen.

Verhandelt werde demnach mit dem US-Konzern McCormick, der bislang vor allem Gewürze herstellt.

Die Heilbronner Traditionsmarke Knorr steht zum Verkauf.
Die Heilbronner Traditionsmarke Knorr steht zum Verkauf.  Foto: Fritze, Heiko

Verkauf von Knorr und anderen Lebensmittelmarken: So will sich Unilever künftig aufstellen

Unilever wolle sich dadurch künftig auf die Herstellung von Kosmetik- und Reinigungsartikeln konzentrieren. Zu den Marken der Briten in diesem Bereich zählen unter anderem Dove und Axe oder Domestos und Viss. Neben Knorr gehören zu Unilever derzeit auch noch die Lebensmittel-Marken Pfanni, Mondamin und Amora.

Nach Medienberichten steht zwar noch nicht fest, ob es tatsächlich zu diesem Verkauf kommt. Es soll allerdings bereits ein konkretes Übernahmeangebot vorliegen.

McCormick und Unilever im Vergleich

McCormick & Co gilt als einer der weltgrößten Gewürzhersteller und bietet in Amerika unter anderem die Würzsauce Cholula an. Im vergangenen Jahr erzielte der US-Konzern einen Umsatz von 6,72 Milliarden US-Dollar. Unilever kam zuletzt auf mehr als 59 Milliarden Euro Umsatz.

In Europa ist McCormick bislang nur in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden auf dem Markt, in Deutschland wurde vergangenes Jahr ein erster Anlauf unternommen.


2020 drohte die Schließung des Standorts Heilbronn

Die Marke Knorr und die dazugehörigen Fabriken, deren Ursprünge auf das Jahr 1838 in Heilbronn zurückgehen, sind seit 2000 Teil von Unilever.

2020 wurde eine Schließung nach massiven Protesten von Gewerkschaften, Betriebsrat und der Heilbronner Stadtgesellschaft verhindert, seitdem wird wieder in das Werk investiert. Der Standort hat etwa 550 Beschäftigte.

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