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Knorr-Werk in Heilbronn: Das sagen Gewerkschaft und Betriebsrat zum Verkauf

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Den Übergang von Unilever zu McCormick wollen die Arbeitnehmervertreter aufmerksam begleiten. In Heilbronn sorgen sich Beschäftigte um die Folgen für das Knorr-Werk. 


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Der am Dienstag bekanntgewordene Verkauf der Lebensmittelsparte von Unilever an den US-Würzehersteller McCormick sorgt auch bei der Gewerkschaft NGG und dem Betriebsrat des Heilbronner Knorr-Werks für Aufregung.

Aktuell könne aber noch nicht eingeschätzt werden, was die Auswirkungen für den Standort in Heilbronn sind und was der Milliarden-Deal für die rund 650 Beschäftigten bedeutet, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. „Die Interessen der Arbeitnehmer müssen an erster Stelle stehen“, sagt Gewerkschaftssekretär Kerem Billor. Diese „sind das Herz einer jeden Fabrik und jeder Marke. Es gibt kein Knorr ohne Knorrianer.“ 

Das Heilbronner Knorr-Werk wird von Unilever mit der gesamten Lebensmittelsparte an einen US-Konzern verkauft.
Das Heilbronner Knorr-Werk wird von Unilever mit der gesamten Lebensmittelsparte an einen US-Konzern verkauft.  Foto: Fritze, Heiko

Knorr-Werk in Heilbronn an US-Konzern verkauft: Was der Betriebsrat fordert

Die Übernahme biete auch Chancen für den Standort, meint der NGG-Mann. „Ich bin zuversichtlich, dass ein Management mit Plan und Know-How das Werk positiv in die Zukunft führen kann“, sagt Billor. Ein frischer Wind an der Spitze der Lebensmittelsparte bringe die Chance, Marken wie Knorr und Hellmann’s noch mehr in den Fokus zu rücken und auszubauen. 

Zusammen mit dem Betriebsrat vor Ort setze sich die Gewerkschaft NGG für die Sicherung guter, tarifgebundener Arbeitsplätzen ein. Der Betriebsrat fordert nun seine gesetzlichen Informationsrechte ein und beobachtet den Prozess. „Der Arbeitgeber hat uns umfassend und rechtzeitig zu informieren. Dieser Prozess muss jetzt intensiviert werden. Die Belegschaft vor Ort hat das Recht, informiert und involviert zu werden, dafür gibt es uns“, erklärt Betriebsratsvorsitzender Thilo Fischer.


 

Schon einmal war ein Kampf um den Standort erfolgreich

Gemeinsam werden Betriebsrat und Gewerkschaft den Prozess begleiten, kündigen sie an. Bereits einmal hätten die Arbeitnehmervertretungen den Betrieb gerettet und zukunftsorientiert aufgestellt – 2020, als die Schließung des Werks abgewendet und stattdessen Beschäftigungssicherung und ein Investitionsprogramm vereinbart wurden. Der Betriebsrat hatte dafür 2023 den Betriebsrätepreis in Gold gewonnen.

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