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Maschinenbauer Dürr will 500 Stellen in der Verwaltung abbauen

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Der Maschinenbauer und Autozulieferer Dürr aus Bietigheim-Bissingen will sich schlanker aufstellen. Nun ist klar, wie viele Stellen in der Verwaltung vom Jobabbau betroffen sind.


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Der Maschinenbauer und Autozulieferer Dürr will nach eigenen Angaben rund 500 Stellen in der Verwaltung streichen. Das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen will so jährlich 50 Millionen Euro sparen. Erstmals wirksam soll der Effekt 2027 werden. Das Unternehmen hatte zuvor bereits angekündigt, die Verwaltung schlanker aufstellen zu wollen.

Laut einer Mitteilung blieb die Nachfrage im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Die Kundschaft sei verunsichert, vor allem wegen der andauernden Zollkonflikte.

Dabei schien das Unternehmen dem allgemeinen Trend in der Branche lange Zeit zu trotzen: Für das Geschäftsjahr 2024 hatten Vorstandsvorsitzender Jochen Weyrauch und Finanzvorstand Dietmar Heinrich Anfang März noch gute Zahlen vorgelegt mit Höchstwerten bei Umsatz und Auftragseingang.

Dürr aus Bietigheim-Bissingen passt Prognose für Auftragseingang an

Profitiert hatte Dürr vor allem von den hohen Investitionen der Automobilindustrie in hochautomatisierte und nachhaltige Lackiertechnik. Unabhängig von der aktuellen wirtschaftlichen Lage sieht sich das Unternehmen aber in einer guten Ausgangsposition. 

Aufgrund der zurückgegangenen Nachfrage passte Dürr die Prognose für den Auftragseingang nun aber nach unten an. Derweil sank der Umsatz im Vorjahresvergleich etwas auf eine Milliarde Euro. Die Marge des operativen Ergebnisses vor Sondereffekten fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf das fortgeführte Geschäft, klammern also die Umwelttechnik aus.

Dürr hat Mehrheit an Umwelttechnik-Geschäft verkauft

Ende Juni hatte das im S-Dax notierte Unternehmen – wie im Zuge der Transformation geplant – die Mehrheit des Geschäfts mit der Umwelttechnik abgegeben. Drei Viertel des Bereichs sollten für rund 250 Millionen Euro an den US-Finanzinvestor Stellex verkauft werden. Im Jahr 2024 erzielte die Sparte einen Umsatz von 407 Millionen Euro.

Zur Fokussierung auf das Kerngeschäft gehörte auch, dass Dürr sich im vergangenen Geschäftsjahr für 45 Millionen Euro von Agramkov Befülltechnik getrennt hat. Vor dem Hintergrund der beiden Verkäufe sollte nun die Verwaltung verkleinert werden. „Ziel ist es, den administrativen Bereich an die neue Unternehmensgröße anzupassen und zugleich effizienter aufzustellen“, hieß es Ende Juni in der Mitteilung.

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