Nach Verkaufsberichten: Breuninger erweitert Logistikzentrum in Sachsenheim
Breuninger vergrößert sein Logistikzentrum in Sachsenheim. Über den Standort stellt das Modeunternehmen seine Versorgung sicher. Zuletzt hatte es Berichte um einen Verkauf von Kaufhäusern gegeben.

Ungeachtet der Gerüchte um den Verkauf der Gruppe hat das Modeunternehmen Breuninger mit der Erweiterung des bestehenden Warendienstleistungszentrums (WDZ) in Sachsenheim seine Logistik zukunftsweisend für das wachsende Handelsgeschäft aufgestellt und investiert nachhaltig in die Region.
Auf der Erweiterungsfläche Halle West sind nach Angaben des Unternehmens auf rund 40.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche neue Kapazitäten in den Bereichen Lager, Versand, Warenausgang sowie Retoure entstanden.
Breuninger-Logistikzentrum in Sachsenheim erweitert
Damit baut Breuninger seine Logistik auf eine Gesamtgröße von über 115.000 Quadratmeter aus. Gleichzeitig bereite sich das Unternehmen mit der Erweiterung auf die Anforderungen eines dynamischen Marktes vor: Mittels modernster Intralogistik können Prozesse künftig optimiert, Durchlaufzeiten verkürzt sowie Kapazitäten gebündelt werden.
„Unser WDZ ist mit der umfangreichen Erweiterung eines der führenden Warendienstleistungszentren für Fashion in Europa und ein wichtiger Baustein unserer langfristig angelegten Wachstumsstrategie", sagt Breuninger CEO Holger Blecker in einer Mitteilung.
Breuninger-Erweiterung: Logistikstandort Sachsenheim versorgt zehn Länder
Über den Logistikstandort Sachsenheim stellt Breuninger die Versorgung seines gesamten Handelsgeschäfts in zehn europäischen Ländern sicher. "Durch den Ausbau schaffen wir nicht nur die Grundlage für weiteres Wachstum, sondern stärken auch unsere Position als einer der führenden Omnichannel Department Stores in Europa", wird Blecker zitiert. "Gleichzeitig optimieren wir unser Serviceversprechen und können künftig ein noch verlässlicherer Partner für unsere Kundinnen und Kunden sein."

Technisches Highlight der neuen Halle West ist eines der umfangreichsten AutoStore-Systeme Europas. Das hochmoderne Ein- und Auslagerungssystem ermöglicht eine maximale Raumnutzung und einen beschleunigten Zugriff auf gelagerte Artikel. Durch die automatisierte Kommissionierung werden in Zukunft die Abläufe im WDZ effizienter gestaltet und eine noch höhere Präzision gewährleistet, heißt es in einer Mitteilung.
Breuninger steht seit Juni offenbar zum Verkauf
„Mit der Fertigstellung der Halle West setzen wir neue Maßstäbe in der Lagerhaltung. Durch den Einsatz modernster Technologien können wir künftig maßgeblich unsere Logistikprozesse optimieren und perspektivisch unsere Kapazitäten in einem dynamisch wachsenden Markt ausbauen", so Dr. Frank Postel, technischer Leiter bei Breuninger.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht die Breuninger-Gruppe bereits seit Juni zum Verkauf. Die "Wirtschaftswoche" hatte Ende August berichtet, dass sich die hinter der Gruppe stehenden Eigentümerfamilien sowohl vom Handelsgeschäft als auch von den Immobilien trennen. Offenbar hatten bis dato 31 Unternehmen ihr Interesse an Breuninger angemeldet, darunter ausländische Handelskonzerne und Investmentgesellschaften.
Breuninger-Sprecher gibt nur Auskunft über Geschäftszahlen
Laut "Wirtschaftswoche" habe auch der Amazon-Konzern auf der Liste der Interessenten gestanden. Der Verkaufspreis soll bei zwei Milliarden Euro liegen. Breuninger selbst hat die Gerüchte bis heute nicht kommentiert, ein Breuninger-Sprecher hatte sich aber über Geschäftszahlen geäußert.
Demnach hat Breuninger im Jahr 2023 rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. "Dies entspricht einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr und bedeutet ein deutliches und profitables Wachstum im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019, das mit rund 960 Millionen Euro Umsatz abgeschlossen wurde", teilt der Sprecher mit. Die Warenhauskette beschäftigt etwa 6500 Mitarbeiter.
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