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R. Stahl erreicht beim Umsatz 2024 einen Rekord

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Das börsennotierte Unternehmen R. Stahl hat sich in einem herausfordernden Umfeld insgesamt gut behauptet. Während die Erlöse ein neues Niveau erreichten, ging das operative Ergebnis zurück.


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Der Explosionsschutzspezialist R. Stahl hat für das Geschäftsjahr 2024 einen Rekordumsatz von 344,1 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Waldenburger bei der Vorstellung ihrer Bilanz am Donnerstag mitteilten. Der Auftragseingang verringerte sich dagegen, das operative Ergebnis fiel ebenfalls geringer aus. 

Dennoch schloss das börsennotierte Unternehmen das Jahr im Rahmen seiner Planungen ab - und insgesamt positiv, wie Geschäftsführer Mathias Hallmann sagte: „R. Stahl hat sich in einem herausfordernden Marktumfeld insgesamt gut behauptet.“ Für das laufende Geschäftsjahr ist der Vorstand verhalten optimistisch und erwartet für das zweite Halbjahr eine Belebung der Geschäfte.

Auftragseingang des Explosionsschutzspezialisten R. Stahl zu Beginn 2025 verbessert

Der hohe Auftragsbestand zu Jahresbeginn und die gute Produktionsauslastung im ersten Halbjahr 2024 sorgten für eine insgesamt stabile Entwicklung der Erlöse. Allerdings schwächte sich im Jahresverlauf der Auftragseingang ab, so dass R. Stahl mit 327,6 Millionen nicht an den starken Vorjahreswert (342,5 Millionen) herankam. Als Grund für die geringere Investitionsbereitschaft der Kunden nannte Mathias Hallmann die zunehmenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten.

Zu Jahresbeginn 2025 habe sich der Auftragseingang dem Geschäftsführer zufolge aber wieder deutlich belebt. Da im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz das Ordervolumen überstieg, verringerte sich der Auftragsbestand zum Ende 2024 auf 95,8 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 115,1 Millionen. 

Maßgeblich zum Umsatzwachstum beigetragen haben die Absatzmärkte in Nordamerika und der Zentralregion, also Afrika, Europa und Deutschland. Dort kletterten die Erlöse deutlich um 10,9 Prozent auf 162,8 Millionen Euro. Wesentlicher Umsatztreiber war dort neben der Chemie- und Pharmaindustrie vor allem die starke Nachfrage aus dem Öl- und Gassektor.

Erlöse von R. Stahl in Amerika und der Zentralregion sind gestiegen

Die positive Entwicklung dieses Sektors führte auch in Nordamerika zu einem weiteren Anstieg der Erlöse um 17,2 Prozent auf 40,2 Millionen Euro. In der Region Asien/Pazifik verringerten sich die Umsätze um 6,8 Prozent auf 61,4 Millionen Euro. Auch in Deutschland gingen die Erlöse zurück. Sie lagen mit 79,7 Millionen Euro 4,6 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert.

Das Ergebnis der Hohenloher vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,3 auf 34,4 Millionen Euro und lag damit knapp unter der im November 2024 konkretisierten Prognosespanne. Das Konzernergebnis verbesserte R. Stahl auf 5,8 Millionen Euro, nachdem es im Jahr zuvor nur 0,2 Millionen betrug. Das entspreche einem Ergebnis je Aktie von 0,90.

Für 2025 erwartet R. Stahl ein geringes Wachstum

Der Free Cashflow stieg 2024 deutlich um 14,4 auf 14,7 Millionen Euro, was zu einem Rückgang der Nettoverschuldung gegenüber dem Vorjahr um 10,0 auf 28,8 Millionen Euro führte. Die Eigenkapitalquote verbesserte der Explosionsschutzspezialist auf 27,3 Prozent. „Das zeigt, dass unsere seit 2018 konsequent verfolgte Konzernstrategie greift und das Unternehmen zunehmend flexibler und widerstandsfähiger aufgestellt ist“, sagte Hallmann angesichts der Zahlen.

Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen den Fokus auf die weitere Umsetzung der Digitalisierungs- und Internationalisierungsstrategie legen. „Damit schaffen wir die Basis für mittel- und langfristig profitables Wachstum“, sagte Hallmann. Für 2025 erwartet das Unternehmen ein nur geringes Wachstum der relevanten Schlüsselmärkte.

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