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Wechsel auf dem Baywa-Gelände bei Weinsberg – Untermieter fallen weg

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Zwei Untermieter auf dem Bau- und Gartenmarkt-Areal von Baywa am Weinsberger Kreuz fallen weg. Aber es laufen schon Gespräche. Die Verhältnisse sind etwas komplex.


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Auf dem Gelände von Baywa am Weinsberger Kreuz stehen Veränderungen an. Die Natursteinwerke Weinsberg wurden im Zuge ihrer Insolvenz abgewickelt. Der Fliesenfachhändler Kemmler will im Herbst nach Heilbronn in das Gebäude des ehemaligen Glaszentrums Schweikert umziehen. Damit fallen zwei der drei dort ansässigen Handelsbetriebe weg – übrig bleiben nur der Baywa Bau- und Gartenmarkt und die Regionalverwaltung von Baywa für Baden-Württemberg, die im Büroturm untergebracht ist.

Die Eigentumsverhältnisse und die Standortgeschichte sind allerdings etwas komplex. Baywa hatte das Areal 2005 vom Baustoffhändler Taxis gekauft. 2013 verkauften die Münchener die Immobilie zur Finanzierung ihrer weiteren Expansion an die Unicredit-Tochter Wealth Cap Leasing und mieteten sie zurück. Seitdem tritt Baywa also als Untervermieter auf.

Auch beim Betreiber des Weinsberger Bau- und Gartenmarkts kriselt es

2014 spaltete Baywa zudem die Fachmärkte ab. Die heutige Hellweg-Gruppe übernahm den Bau- und Gartenmarkt, behielt dort aber den Namen Baywa bei. Im mittleren Teil siedelte sich auf 14.000 Quadratmeter Betriebsfläche der Baustoffhändler Kemmler an. Die Natursteinabteilung, in einer eigenen Halle untergebracht, ging in die Selbstständigkeit unter dem Namen Natursteinwerke Weinsberg.

Der Baywa Bau- und Gartenmarkt bleibt und die Baywa-Regionalverwaltung im Büroturm auch. Kemmler zieht hingegen nach Heilbronn.
Der Baywa Bau- und Gartenmarkt bleibt und die Baywa-Regionalverwaltung im Büroturm auch. Kemmler zieht hingegen nach Heilbronn.  Foto: Fritze, Heiko

Mit dem Wegzug von Kemmler und der Schließung der Natursteinwerke stehen gleich zwei der drei Flächen absehbar leer - und auch bei der Hellweg-Gruppe kriselt es, mehrere Standorte wurden bereits aufgegeben. Allerdings erklärt ein Firmensprecher: „Am Standort Weinsberg ergeben sich hinsichtlich unseres Baywa Bau- und Gartenmarkts keinerlei Veränderungen, wir werden weiterhin wie gewohnt am Standort präsent sein.“ In dem mehr als 8000 Quadratmeter großen Markt sind rund 45 Mitarbeiter beschäftigt.

Warum die Natursteinwerke in Weinsberg doch noch zumachten

Dass die Natursteinwerke doch noch geschlossen wurden, lag Insolvenzverwalter Harry Kressl zufolge nicht an fehlenden Interessenten: Die beiden ernsthaften Übernehmer-Kandidaten wären gerne eingestiegen, hatten aber keine geeigneten Betriebsleiter, und der Firmengründer der Natursteinwerke wollte altersbedingt ausscheiden – er sei schon 70 Jahre alt, berichtet der Heilbronner Rechtsanwalt. „Wir haben uns daher im April schweren Herzens entschieden, den Betrieb einzustellen.“

Folglich ist Baywa nun auf der Suche nach neuen Untermietern, wie ein Sprecher des Konzerns erläutert. Gespräche mit einigen möglichen Nachmietern liefen derzeit. Namen könnten aber noch nicht genannt werden.

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