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Über 150 offene Lehrstellen: Heilbronn-Franken sucht weiter Auszubildende

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Zum Start des Ausbildungsjahres verzeichnet die IHK Heilbronn-Franken deutlich weniger Interesse an technischen Berufen. Die Handwerkskammer betont die guten Karriere- und Verdienstmöglichkeiten im Handwerk.


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In der Region Heilbronn-Franken ist die Zahl der Auszubildenden zum Start ins neue Ausbildungsjahr leicht rückläufig. Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Heilbronn-Franken mitteilt, beginnen im September 3536 junge Menschen ihre Ausbildung, das sind 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken meldet 1329 neue Auszubildende, das sind drei weniger als im Vorjahr.

Die Region liegt damit im baden-württembergischen Trend. Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) verzeichnet zum Start des neuen Ausbildungsjahres 34.507 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge – das sind 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Im baden-württembergischen Handwerk gab es mit 16.326 neuen Auszubildenden sogar ein leichtes Plus von 0,8 Prozent.

Die Nachfrage nach einer Ausbildung in technischen Berufen wie hier bei Bürkert in Ingelfingen ist in der Region rückläufig.
Die Nachfrage nach einer Ausbildung in technischen Berufen wie hier bei Bürkert in Ingelfingen ist in der Region rückläufig.  Foto: privat

 

Neue Azubis in Heilbronn-Franken zum Ausbildungsstart 2025: Rückläufige Nachfrage nach technischen Berufen

In der Region ist die Nachfrage nach technischen Berufen deutlich rückläufig. Hier wurden lediglich 1499 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, das ist ein Minus von 8,1 Prozent. In kaufmännischen Berufen starten nun 3536 junge Menschen ihre Ausbildung, das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Wie die IHK feststellt, fällt es den Unternehmen in der Region zunehmend schwerer, geeignete Kandidaten für ihre Ausbildungsstellen zu finden. Auf der anderen Seite schlage sich die angespannte wirtschaftliche Lage auch auf den Ausbildungsmarkt nieder. „Wir erleben in der Region Stellenabbau, Insolvenzen und eine umfassende Verunsicherung in den Betrieben. Darauf reagieren einige Betriebe auch mit einem reduzierten Angebot an Ausbildungsplätzen“, sagt Claudia Scheunpflug, Leiterin der Beruflichen Bildung bei der IHK Heilbronn-Franken.


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Unternehmen kritisieren mangelhafte Qualifikation der jungen Leute

Viele Unternehmen kritisieren die aus ihrer Sicht mangelhafte Qualifikation der Bewerber. „Da spüren wir schon ein Umdenken in den Betrieben. Sie schauen inzwischen genauer hin und sind nicht mehr bereit, Lerndefizite und Mängel bei der Grundqualifizierung mit viel Aufwand in der Ausbildung auszugleichen“, berichtet Claudia Scheunpflug.

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken weist auf die guten Karrieremöglichkeiten in den mehr als 130 Ausbildungsberufen des Handwerks hin. „Das Handwerk bietet den Ausbildungsanfängern beste Berufsperspektiven – bis hin zur eigenen Selbstständigkeit“, sagt Kammer-Präsident Ralf Rothenburger. Er betont zudem die guten Verdienstmöglichkeiten im Handwerk.

Handwerk bietet gute Verdienstmöglichkeiten und hohe Übernahmequoten

„Eine aktuelle Vergütungsstudie im Auftrag der baden-württembergischen Handwerkskammern zeigt, dass das Handwerk von Anfang an sehr gute Gehälter zahlt und auch mit anderen Branchen mithalten kann“, sagt Rothenburger. 

Zudem liege die bundesweite Übernahmequote im Handwerk mit 79 Prozent auf Rekordniveau. „Das unterstreicht sowohl den großen Wert der dualen handwerklichen Ausbildung als auch die Zukunftsträchtigkeit unseres Wirtschaftszweigs“, so der Kammerpräsident.


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Ausbildung im Handwerk: Tipps für einen erfolgreichen Start


Auch nach dem Ausbildungsstart gibt es noch viele freie Lehrstellen in der Region

Beide Wirtschaftskammern weisen darauf hin, dass es auch nach dem 1. September noch zahlreiche Ausbildungsplätze in der Region gibt. Allein in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer gibt es aktuell noch mehr als 150 offene Lehrstellen. Wer auf Jobsuche ist, der kann bei mein-sprungbrett.de ebenfalls nach Stellen suchen.

Auch die Arbeitsagenturen Heilbronn und Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim betonen, dass sie noch viele junge Menschen in Ausbildung vermitteln könnten.

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