ASW Automobile plant mittelfristig Schließung des Betriebs in Bad Rappenau
Bei ASW Automobile kündigen sich Veränderungen an, was den Betrieb in Bad Rappenau angeht. Für Beschäftigte und die Kunden werde man passende Lösungen erarbeiten, heißt es aus dem Unternehmen.
In der regionalen Autoszene gibt es immer wieder Bewegung. So hat zuletzt Assenheimer + Mulfinger das Autohaus Gramling übernommen. Zudem ist der Mercedes-Partner seit Jahresbeginn auch für Pkw und Transporter im Raum Ludwigsburg verantwortlich. Eine weitere große Autohausgruppe in der Region ist ASW Automobile mit zahlreichen Betrieben an verschiedenen Standorten. Bei ASW Automobile endet das Geschäftsjahr zum 31. August. Zu diesem Zeitpunkt ist geplant, die Aktivitäten in Bad Rappenau zu beenden.
ASW Automobile beschäftigt in Bad Rappenau 34 Mitarbeiter – Gespräche laufen
Dort betreibt das Unternehmen eine eigene Gesellschaft, die ASW Automobile Bad Rappenau GmbH. „Wir verzeichnen dort leider schon seit geraumer Zeit schlechter werdende Ergebnisse“, sagt Lars Krause, Geschäftsführer von ASW Automobile. „Unsere Kunden können sich aber sicher sein, dass wir sie nicht im Regen stehen lassen und an Lösungen arbeiten.“ Ohnehin gehe der Betrieb erst einmal wie gewohnt weiter – egal ob Neu- oder Gebrauchtwagenkauf oder Werkstattbetrieb.

ASW Automobile beschäftigt am Standort in der Riemenstraße in Bad Rappenau 34 Mitarbeiter, die direkt in der GmbH beschäftigt und damit von der geplanten Schließung betroffen sind. „Wir haben unsere Beschäftigten informiert und gehen nun mit allen direkt ins Gespräch“, sagt Krause. „Unser Ziel ist es, für alle eine gute Lösung zu finden.“ So bestehe unter Umständen die Möglichkeit in andere Betriebe zu wechseln. „Im Moment ist es aber noch zu früh, darüber zu sprechen“, so Krause. „Wir führen jetzt erst einmal intern die Gespräche.“ Ältere Beschäftigten würden unter Umständen auch in den Ruhestand wechseln.
Grundsätzlich läuft die Pacht für den Betriebsteil, in dem Skoda-Modelle verkauft werden, zum Jahresende aus. Der Pachtvertrag für den VW-Betrieb samt Gebrauchtwagenplatz läuft noch bis Ende 2032. Auch hier sei man im Gespräch, passende Lösungen zu finden, so Krause.
Bad Rappenaus Bürgermeister Frei: „Das finden wir natürlich schade“
Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei sagte auf Anfrage unserer Zeitung, er habe von einer geplanten Schließung des ASW-Standorts Bad Rappenau bisher nur gerüchteweise gehört. Diese Entwicklung „finden wir natürlich schade“, so Frei. Er finde es grundsätzlich immer bedauerlich, wenn eine Firma in Bad Rappenau schließe. „Man wundert sich natürlich“, sagt Frei weiter – auch vor dem Hintergrund, dass ASW erst zum Jahreswechsel 2017 das Autohaus Jung übernommen hatte. Außerdem sei das Autohaus sei ja sehr modern.
Am Autohaus selbst deutet am Mittwoch nichts auf eine bevorstehende Schließung hin. Mitarbeiter halten sich mit Äußerungen zurück und verweisen bei Nachfragen zu einer außerordentlichen Betriebsversammlung am vergangenen Freitag auf die ASW-Geschäftsführung. Man halte die Fahne hoch für die Kundschaft, betont ein Mitarbeiter.
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