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Mülheim an der Ruhr

Aldi Süd streicht mehr als 1200 Stellen 

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Der Discounter bestätigt sein Sparprogramm. Die Digitalsparte DX ist besonders betroffen. Aber auch in anderen Bereichen baut Aldi Süd Stellen ab und treibt die Zentralisierung voran.


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Aldi Süd streicht noch mehr Stellen als zunächst angenommen. Wie die „Lebensmittelzeitung“ (LZ) berichtet, will der Discounter insgesamt 1250 Stellen abbauen – bisher war lediglich von gut 1000 Arbeitsplätzen die Rede gewesen. Der Jobabbau wird vor allem am Stammsitz von Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr stattfinden.

Der Großteil der Arbeitsplätze betrifft wie berichtet die Digitalsparte Aldi DX. Dort hatte der Discounter in den vergangenen Jahren viele IT-Experten eingestellt, um die Digitalisierung des Unternehmens voranzutreiben. Viele dieser IT-Mitarbeiter werden nun nicht mehr benötigt, zumal sich Aldi Süd wieder verstärkt auf seine Kernkompetenzen konzentrieren will.

Aldi Süd hat Mitarbeiter über Personalabbau informiert

Wie die LZ schreibt, wurden die Mitarbeiter in dieser Woche über den Stellenabbau informiert. Neben dem Digitalbereich DX ist demnach auch der Einkaufsbereich vom Sparprogramm betroffen. Konkrete Zahlen wurden hierzu aber nicht genannt. „Aldi Süd optimiert seit jeher Prozesse und Strukturen. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen nun angekündigt, im Bereich Aldi International Services (AIS) erstmals ein Freiwilligenprogramm umzusetzen“, zitiert die LZ den Discounter.

Aldi DX ist eine Tochtergesellschaft von AIS. Ziel sei es, perspektivisch rund 1250 Stellen bis Ende 2027 abzubauen, heißt es aus Mülheim. Eine Anfrage der Heilbronner Stimme zum Sparprogramm beantwortete Aldi Süd mit dem Hinweis, man werde sich dazu nicht äußern.

Aldi Süd baut in allen Bereichen Personal ab

Nachdem der Discounter in den zurückliegenden Jahren in nahezu allen Bereichen Personal aufgebaut hatte, folgt nun die Kehrtwende. So wurden zuletzt laut LZ auch in den rückwärtigen Diensten Stellen abgebaut und Aufgaben an externe Dienstleister ausgelagert. In der Digitalsparte DX habe der Personalabbau bereits im vergangenen Jahr begonnen, schreibt die LZ. Dort wollen Mitarbeiter einen Betriebsrat gründen.

Auch hat der Discounter als schärfster Rivale von Lidl die Zahl seiner Regionalgesellschaften von mehr als 30 auf nunmehr 24 reduziert. Die zunehmende Zentralisierung zeigt sich auch darin, dass die Fäden von Aldi Süd verstärkt in der Zentrale in Salzburg zusammenlaufen.

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