Baustellen verändern das Gesicht der Stadt

Niedernhall  Wir haken nach, wie es in Haalstraße, Kelterareal und Co. in den vergangenen Wochen in Niedernhall voranging, und wo aktuell noch Baustellen sind.

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Der Niedernhaller Gemeinderat macht sich ein Bild von der Trockenmauersanierung am Hörnle.

Foto: privat

Nicht nur im Forellenbachtal, wo ein großer Kran vom Bau des Hochwasserrückhaltebeckens zeugt, sondern auch anderorts in Niedernhall wird gehämmert und gebaggert. Das liegt auch am Stadtsanierungsprogramm, das noch bis 2024 läuft. "Vielleicht auch bis 2026", verrät Bürgermeister Achim Beck und deutet eine mögliche Verlängerung des Förderprogramms an.

Bis dahin sind die sechs Neubauten im Kelterareal sicher bereits bewohnt. "Wenn der Bau so weitergeht, sind sie im Juni 2021 bezugsfertig", sagt Beck. Rohbau und Fenster seien fertig, gerade werden Installationen in den Häusern erledigt.

19 Wohneinheiten in der Altstadt

Bauherr ist die Hohenloher Wohnungsbau- und Grundstücksverwaltungs-GmbH, die 19 Wohneinheiten in der historischen Altstadt schafft. Im Untergrund ist eine Tiefgarage entstanden, die die nötigen Stellplätze für die künftigen Bewohner erbringen soll.

Die Zwerchgasse, die in ihrem ursprünglichen Verlauf zwischen den Bauten hindurch und über die Tiefgarage geführt hätte, wurde zugunsten eines Innenhofs für die neuen Kelterareal-Bewohner verlegt. Die Straße verläuft künftig zwischen der historischen Kelter und den Neubauten.

Wie es mit der Umnutzung und Sanierung der Kelter als Veranstaltungslocation weitergeht, ist derzeit noch unklar. "Im Oktober wird sich der Gemeinderat dazu Gedanken machen", sagt Achim Beck. Als die Räte das Thema zuletzt diskutierten, wurde bereits die Tendenz deutlich, das Projekt zugunsten wichtigerer Maßnahmen zu verschieben.

Stadt verändert ihr Gesicht

Im Zuge der Neugestaltung des Kelterareals mit neuer Wohnbebauung (links) wurde die Zwerchgasse verlegt.

Foto: Ludwig

Weitgehend abgeschlossen ist dagegen die aufwendige Sanierung der Haalstraße. Nach fünf Monaten Bauzeit dürfte das für die Anwohner eine Erleichterung bedeuten, schließlich wurde nicht nur der Straßenbelag, sondern auch Kanal, Wasserleitung und Straßenbeleuchtung erneuert. "Die Maßnahme gilt als abgeschlossen, es werden nur noch kleine Restarbeiten erledigt", sagt Beck. Die Kosten seien im kalkulierten Rahmen von 1,3 Millionen Euro geblieben.

Öko-Punkte gesammelt

Auch die Sanierung der Trockenmauern am sogenannten Hörnle ist seit kurzem abgeschlossen. "Dabei handelt es sich um eine Naturschutz-Maßnahme", erklärt der Bürgermeister. Einerseits hat die Stadt mit der Mauersanierung ein Habitat für Zauneidechsen geschaffen, andererseits ihr Öko-Punkte-Konto aufgebessert.

Maßnahmen, die einen Eingriff in die Natur bedeuten - beispielsweise neue Baugebiete - sollen über Natur- oder Artenschutzmaßnahmen ausgeglichen werden. Die Öko-Punkte dienen hier als entsprechende Währung. Für die Trockenmauersanierung gab es pro ausgegebenem Euro vier Öko-Punkte. Bei Kosten von 250.000 Euro hat sich das jedenfalls gelohnt.


Tamara Ludwig

Tamara Ludwig

Autorin

Tamara Ludwig ist seit 2014 Redakteurin der Hohenloher Zeitung. Dabei hat sie vor allem die Ereignisse und Kommunen im Altkreis Künzelsau im Blick.

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