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WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko: Von Anstoßzeiten bis WM-Song– alle Infos

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Die WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Ein neuer Spielmodus, mehr Teilnehmer und Anstoßzeiten mitten in der Nacht erwarten Fans. Alle Infos in der Übersicht.

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Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko findet im Juni und Juli statt. Es ist das größte Sportereignis des Jahres, das nicht nur sportlich, sondern auch politisch große Beachtung weltweit findet. Es ist schon die 23. Endrunde, in der Argentinien als Titelverteidiger startet. World Cup, Copa Mundial oder auf Deutsch die Weltmeisterschaft – im Sommer 2026 ist die Welt im Fußball-Fieber.

Der Zeitraum der WM 2026 – von Eröffnungsspiel bis Finale

Die WM 2026 beginnt mit dem Eröffnungsspiel am 11. Juni um 21 Uhr deutscher Zeit. Im ersten Spiel trifft Mit-Gastgeber Mexiko auf Südafrika. Kanada als zweiter Gastgeber spielt am 12. Juni um 21 Uhr zum ersten Mal (gegen Bosnien-Herzegowina), die USA als größter Gastgeber treten am 13. Juni um 3 Uhr gegen Paraguay an. Die DFB-Elf muss dann am 14. Juni um 19 Uhr ran. Erster Gegner ist Curacao.

Die WM 2026 geht über fünf Wochen. Nach der Gruppenphase geht es in die K.o.-Phase, die im Endspiel gipfelt. Das Finale der WM 2026 findet am 19. Juni im MetLife Stadium in New Jersey statt. 82.500 Plätze fasst das Finalstadion.
Die größte Herausforderung für Fußball-Fans in Deutschland und der Welt dürften die Anstoßzeiten sein. Die Spiele finden zu deutscher Zeit meistens am Abend und in der Nacht statt. Einige Partien, wie das Vorrundenspiel zwischen Österreich und Jordanien, beginnen um 6 Uhr morgens. Deutschland spielt in der Vorrunde einmal um 19 Uhr und zweimal um 22 Uhr.

Spielorte der WM 2026: In 16 Stadien und drei Ländern wird gespielt

Insgesamt 16 Spielorte gibt es für die WM 2026. Zwei Stadien liegen in Kanada in den Städten Toronto und Vancouver. Zehn Gruppenspiele und drei K.o.-Partien finden dort statt. In Mexiko sind Guadalupe, Mexiko-City und Zapopan die drei Spielorte, in denen ebenfalls zehn Gruppenspiele und drei Begegnungen der K.o.-Phase ausgetragen werden. Besonderheit ist das Eröffnungsspiel, das im Aztekenstadion gespielt wird. 


In den USA gibt es weitere elf Stadien für die WM 2026. Dallas, Atlanta, Boston, Houston, Los Angeles, Kansas City, Miami, Philadelphia, San Francisco, Seattle und New York/New Jersey sind die Städte, wobei New York und New Jersey eine Besonderheit darstellen.

In New Jersey/New York findet unter anderem das Finale der WM 2026 statt, im MetLife Stadium, das eigentlich in New Jersey liegt. Aber: Da sich das Stadion normalerweise die NFL-Teams New York Giants und New York Jets teilen, bewerben die Gouverneure beider US-Bundesstaaten den Spielort.

XXL-Teilnehmerzahl und neuer Spielmodus bei der WM 2026

Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko nehmen erstmals 48 Nationen teil. Schon 2016 hatte es eine Abstimmung gegeben, in der vor allem nicht-europäische Verbände dafür stimmten. Rund ein Jahr später wurde der Beschluss gefasst. Die WM 2026 ist die erste Weltmeisterschaft mit XXL-Teilnehmerfeld.

Das hat auch Änderungen im Spielmodus zur Folge. So finden in den rund fünf Wochen der Weltmeisterschaft insgesamt 104 Spiele statt. Gespielt wird zunächst in zwölf Vierergruppen. Die beiden Gruppenersten sowie die acht besten Gruppendritten kommen eine Runde weiter. Heißt auch: Nach der Gruppenphase fahren 16 Mannschaften nach Hause.

Weiter geht es mit dem neu eingeführten Sechzehntelfinale, der Runde der besten 32 Teams. Von da an kommt immer nur der Sieger weiter, der zunächst über 90 Minuten entschieden werden soll. Steht es nach der regulären Spielzeit unentschieden, entscheiden eine Verlängerung und ein mögliches Elfmeterschießen über das Weiterkommen in der K.o.-Phase. Über das Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale geht der Weg bis ins Spiel um Platz drei und das Finale weiter.

Die Teilnehmer der WM 2026: 48 Nationen aus allen Teilen der Welt

Die 48 Mannschaften, die an der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen, kommen aus den sechs Kontinentalverbänden. Die kleinste Teilnehmerzahl stellt der OFC (Ozeanien), wo sich nur Neuseeland qualifiziert hat. Aus CONCACAF (Nordamerika, Mittelamerika und Karibik) haben sich neben dem deutschen Gruppengegner Curacao und den Gastgebern USA, Kanada und Mexiko.

Titelverteidiger Argentinien sowie Rekordsieger Brasilien sind unter anderem aus dem Verband CONMEBOL dabei. Beide Verbände stellen je sechs Teilnehmer. Aus dem asiatischen Verband AFC kommen neun Teilnehmer der WM 2026, das afrikanische Pendant CAF stellt zehn Nationen. So konnten die beiden Verbände je einen Platz über das Extra-Playoff-Turnier ergattern. Bei diesem Turnier haben sechs Nationen mitgemacht, eine aus jedem Verband, wobei die UEFA keinen Teilnehmer stellen durfte. Zwei WM-Plätze wurden so vergeben. Die meisten WM-Fahrer kommen aus Europa, denn die UEFA hat 16 Startplätze für das Turnier. Die Teilnehmer in der Übersicht:

Verband Teilnehmerzahl teilnehmende Nationen
AFC 9 Australien, Irak, Iran, Japan, Jordanien, Katar, Saudi-Arabien, Südkorea, Usbekistan
CAF 10 Ägypten, Algerien, DR Kongo, Elfenbeinküste, Ghana, Kap Verde, Marokko, Senegal, Südafrika, Tunesien
CONCACAF 6 Curacao, Haiti, Kanada, Mexiko, Panama, USA
CONMEBOL 6 Argentinien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Uruguay
OFC 1 Neuseeland
UEFA 16 Belgien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, England, Frankreich, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schottland, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, Türkei

Der Titelverteidiger ist automatisch für die WM 2026 qualifiziert. Auch die drei Gastgeber waren ohne Qualifikation für die Endrunde zugelassen, wie die FIFA im Februar 2023 entschied. Allerdings wurden auch Nationen ausgeschlossen. So darf Russland wegen des Ukraine-Kriegs nicht mitmachen. Eritrea zog die Teilnahme an der Qualifikation zurück. Grund dafür war die Sorge, dass Spieler der Nationalmannschaft bei Auswärtsspielen politisches Asyl beantragen könnten.

Auch die Republik Kongo und Pakistan wurden zunächst von der FIFA, wegen Verstößen gegen Statuten, ausgeschlossen. Allerdings wurden beide Suspendierungen wieder aufgehoben. Kongo hat sich daraufhin sogar qualifiziert, obwohl zwei Qualifikationsspiele wegen der Suspendierung als 0:3-Niederlage gewertet wurden.

WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko: Titelverteidiger und Rekordsieger

Die letzte Fußball-Weltmeisterschaft fand 2022 in Katar statt. Das Finale bestritten Argentinien und der damalige Titelverteidiger Frankreich. Im Aufeinandertreffen der Superstars Lionel Messi und Kylian Mbappe ging Argentinien in der ersten Halbzeit 2:0 in Führung. Frankreich schaffte durch einen Doppelschlag von Mbappe binnen zwei Minuten den Ausgleich. In der Verlängerung traf Messi zur erneuten Führung, bevor Mbappe mit seinem dritten Tor für das Elfmeterschießen sorgte. Dort setzte sich Argentinien 4:2 durch.

Argentinien geht als Titelverteidiger in die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Rekord-Weltmeister ist jedoch Brasilien mit fünf Titeln bei Weltmeisterschafts-Endrunden. Auf Platz zwei folgen Deutschland (1954, 1974, 1990, 2014) und Italien mit je vier Titeln. Kurios: Italien ist bereits zum dritten Mal in Folge nicht für die Endrunde qualifiziert.

Spielball, Titelsong und Maskottchen der WM 2026

Wie jede Weltmeisterschaft hat auch die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ihren eigenen Spielball, ein Maskottchen und einen Titel-Song. Der WM-Ball kommt von Adidas und heißt Trionda. Das Design ist an eine La-Ola-Welle angelehnt und soll die "Energie der drei Gastgeberländer" einfangen, wie Adidas auf der eigenen Homepage schreibt. Er stellt demnach ein Symbol für Zusammenhalt und Energie dar.

Da die WM 2026 drei Gastgeber hat, gibt es auch drei Maskottchen. Für Kanada ist es der Elch "Maple", die USA werden durch den Weißkopfseeadler "Clutch" dargestellt und Zayu der Jaguar steht für Mexiko. Die Maskottchen der WM sind in kompletter Fußballmontur gekleidet, also in Trikot, Hose, Stutzen und Fußballschuhen. Der Elch symbolisiert den Torwart und trägt deshalb noch Handschuhe. Die Kleidung hat etwas mit den Landesfarben zu tun und besteht wie der Trionda-Ball aus Rot (Elch), Blau (Weißkopfseeadler) und Grün (Jaguar).

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Die WM-Songs haben für viele Fans Kultstatus. Ob das auch bei der WM 2026 gelingen wird? Es wird etwas anders als bisher, denn: Die FIFA hat ein ganzes WM-Album erstellt, dessen erste Single-Auskopplung der Song "Lighter" von Jelly Roll und Carin Leon ist. Der Song gilt auch als erster WM-Song 2026. "Das Album zeigt die Vielschichtigkeit des Fußballs – mit verschiedenen Stilen, Tempi und Kulturen, die harmonisch miteinander verschmelzen", schreibt der Weltverband dazu.

TV-Rechte und Live-Übertragung der WM 2026

Wer die komplette WM 2026 im TV und Stream verfolgen will, braucht verschiedene Sender. Die Rechte an der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada hat die deutsche Telekom erhalten, die auf Magenta TV alle 104 Spiele der WM 2026 übertragen wird. Dazu gibt es mit Johannes B. Kerner und Laura Wontorra ein bekanntes Moderatoren-Duo. Die Kommentatoren sind ebenfalls namhaft: Von Wolff Fuss über Marco Hagemann bis Jan Platte und Jonas Friedrich sind bekannte Stimmen des Fußballs dabei.

Das Expertenteam besteht unter anderem aus Thomas Müller, Jürgen Klopp und Mats Hummels. Bei einem offiziellen Event wurde das komplette WM-Team von Magenta TV vorgestellt. Doch nicht nur im Pay-TV wird das sportliche Großevent übertragen, denn: ARD und ZDF haben eine Sublizenz erworben. Dafür bekommt die Telekom die Sublizenz für die EM 2028 von der ARD und dem ZDF. Ein Tauschgeschäft also.

Jürgen Klopp wird als Experte bei der WM 2026 dabei sein für MagentaTV. Auch Thomas Müller und Mats Hummels sind mit dabei.
Jürgen Klopp wird als Experte bei der WM 2026 dabei sein für MagentaTV. Auch Thomas Müller und Mats Hummels sind mit dabei.  Foto: IMAGO/David Rawcliffe

Allerdings werden im Free-TV nicht alle Spieler der WM 2026 gezeigt. 60 der 104 Partien werden in der ARD und dem ZDF übertragen. Dazu zählen alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel sowie die Halbfinalspiele und das Finale. Gerade die wichtigen Spiele der DFB-Elf sowie das erste und letzte Spiel der WM 2026 müssen laut Medienstaatsvertrag im Free-TV übertragen werden.

ARD und ZDF setzen auf die bekannte Turnier-Besetzung. So sind bei der ARD unter anderem Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger dabei. Im ZDF sind Katrin Müller-Hohenstein und das Weltmeister-Duo Christoph Kramer und Per Mertesacker unter anderem Teil des Teams.

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