Nach Klassenerhalt: VfR Heilbronn peilt ruhige Saison in der Verbandsliga an
Beim VfR Heilbronn steht erneut ein großer Umbruch im Kader an. In der zweiten Verbandsliga-Saison strebt der Verein einen Platz zwischen Rang fünf und sieben an.

Kurz vor der Ziellinie hat der VfR Heilbronn in der vergangenen Saison als Relegations-Aufsteiger den Klassenerhalt in der Verbandsliga gefeiert. In der Spielzeit 2025/26 soll der Verbleib in der sechsthöchsten Spielklasse frühzeitig abgesichert werden. Ziel ist ein Tabellenplatz zwischen vier und sieben.
Zufrieden sind die Verantwortlichen mit der Sommervorbereitung. „Diesmal war es eine sehr homogene Vorbereitung, unabhängig von den Ergebnissen der Testspiele, die vielleicht beste der letzten drei, vier Jahre“, sagt VfR-Vorstand Onur Celik, der diese Woche im Familienurlaub weilende Trainer Markus Lang habe seine künftige Stammformation sicherlich im Kopf. „Es zeigt sich aktuell eine spielerische Substanz, mit der wir arbeiten und über die wir uns glücklich schätzen können.“
Beim VfR Heilbronn zeigt die Tendenz nach oben
Mit der Kaderzusammenstellung zeigt man sich ebenfalls zufrieden, auch wenn Celik einschränkt: „In der Breite sind wir nicht so gut aufgestellt wie zuletzt, haben uns aber in der Spitze verbessert. Auch vom Spielerischen zeigt die Tendenz nach oben, das hat man aber auch schon in der zurückliegenden Rückrunde gesehen.“
Zwölf Neuzugänge waren bis Anfang der Woche vermerkt, bis zum Ende der Sommer-Transferperiode am 1. September dürfte der VfR nochmals personell nachlegen. „Wir werden Augen und Ohren offenhalten, um womöglich noch einen, zwei oder drei Spieler verpflichten zu können“, sagt Celik.
Oberer Tabellenbereich Was die Erwartungen für die zweite Verbandsliga-Saison betrifft, lehnt man sich an der Badstraße nicht zu weit aus dem Fenster und bleibt in einer stark besetzten Staffel demütig. „Tendenziell ist es wichtig, eine ruhigere Runde zu haben als zuletzt, in der wir uns relativ schnell im oberen Tabellenbereich auf den Plätzen vier, fünf, sechs oder sieben etablieren können.“
Im März soll der Klassenerhalt gesichert sein
Wunsch ist, im März den Klassenerhalt gesichert zu haben, um endlich einmal frühzeitig für die darauffolgende Saison planen zu können. Das war in den vergangenen zwei Spielzeiten nicht möglich, darunter litt in erster Linie die Kaderzusammenstellung. Was dazu führte, dass es nach dem Verbandsliga-Aufstieg, wie auch in der Winterpause danach und jetzt im Sommer 2025 zu einer größeren personellen Fluktuation kam, als geplant war.
„Es geht beim VfR Heilbronn ja immer recht impulsiv und emotional zu, ich denke, da tut ein ruhiges und konstantes Jahr gut, damit wir uns auf die dritte Verbandsligarunde ganz speziell vorbereiten können“, sagt Celik. Ohne einen gewissen Druck funktioniert es jedoch nicht. „Druck gehört zum Leben und im Sport irgendwo dazu“, macht Celik aber deutlich „jeder einzelne Spieler ist dafür mitverantwortlich, ob es eine Drucksituation gibt oder nicht und wie groß diese ist. Sie sind es, die jede Woche die Fahne für den Verein hochhalten müssen.“ Die Jungs können einer Drucksituation entgegenwirken, „wenn sie bessere Leistungen bringen und an ihre Schmerzgrenze gehen.“
Wie in den vergangenen beiden Spielzeiten, droht auch diesmal wieder die Offensive zur Achillesferse zu werden, ein Knipser, der 20, 25 Treffer erzielt, ist aktuell im Kader nicht erkennbar – auch nicht unter den Neuzugängen. Torjäger gesucht „Ein 25-Tore-Mann kostest viel Geld, zudem gibt es diese Spieler auch nicht wie Sand am Meer“, hat Celik aber die Hoffnung, dass Roman Kasiar mit zehn bis 15 Treffern in die Rolle des Goalgetters schlüpft. Der 27-Jährige kam im Januar 2025 an die Badstraße und traf in 14 Rückrunden-Einsätzen fünf Mal. Er war damit neben David Scheurenbrand und Julian Schiffmann der treffsicherste Heilbronner Akteur.
Klar ist, „das Runde muss ins Eckige“, und das öfter als 2024/25, als die Heilbronner in 30 Spielen nur 38 Tore erzielten, das war der drittschlechteste Wert der Verbandsliga Württemberg. Dafür glänzte die Mannschaft bei 46 Gegentreffern mit der viertstärksten Defensive, die damit Garant für den Klassenerhalt war.
VfR Heilbronn im ersten Spiel beim SSV Ehingen-Süd
Zum Saisonauftakt gastiert der VfR am Samstag (15.30 Uhr) beim SSV Ehingen-Süd und damit bei dem Verein, der beim Saisonfinale 3:0 besiegt wurde. Somit ist der letzte Gegner der vergangenen, der erste der neuen Runde. Ehingen-Süd war 2024 Gastgeber für die Heilbronner im letzten Spiel vor der Winterpause, auch dieses Duell entschied der VfR für sich ( 1:0). VfR-Vorstand Onur Celik warnt dennoch vor einem „guten, gefestigten Gegner.“ Prinzipiell gilt aber, „dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen“.
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