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SGV Freiberg und der VfR Heilbronn: Liebes-Hochzeit oder Vernunft-Ehe? 

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Der SGV Freiberg wird seine Heimspiele in der nächsten Spielzeit im Frankenstadion austragen und sich umbenennen. Die Stadt Heilbronn kann davon profitieren, meint unser Autor.


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Geflirtet hatten die beiden Vereine VfR Heilbronn und SGV Freiberg in der Vergangenheit schon häufiger miteinander. Nun machen sie also gemeinsame Sache. Bis 2031 wollte der VfR Heilbronn aus eigener Kraft in der Regionalliga sein, nun könnte es fünf Jahre vor der Zeit sogar Drittligafußball in Heilbronn geben. Mit fremder, Freiberger Hilfe.

Statt bald Landesliga heißt die Perspektive nun also mindestens Regionalliga, möglicherweise sogar 3. Liga. Beide können voneinander profitieren. Freiberg löst sein Stadionproblem. Der VfR sein Spielklassenproblem. Die Frage lautet nun: Wie wird aus zwei eins und ist das künftig eine gleichberechtigte Beziehung von zwei Partnern auf Augenhöhe? 

VfR Heilbronn und SGV Freiberg: Ohne Heilbronn im Vereinsnamen kann es nicht funktionieren 

Es ist wie bei einem Paar, das in seine erste gemeinsame Wohnung in der Heilbronner Badstraße zieht. Ob das später in einer Liebes-Hochzeit oder doch eher in einer Vernunft-Ehe mündet, das muss sich noch zeigen. Viel hängt auch vom gewählten Familiennamen ab. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass dieser Heilbronn beinhaltet.

Spitzenfußball kann hier nur in Verknüpfung mit dem Stadtnamen und mit dem VfR funktionieren. Ohne Identifikation geht es nicht. Das hat das Gastspiel der SG Sonnenhof Großaspach zwischen 2009 und 2011 im Frankenstadion gezeigt. In der zweiten Saison verloren sich damals im Schnitt 282 Zuschauer pro Viertligapartie im Frankenstadion. 

Spitzensport vor Ort bedeutet Lebensqualität

Dass die Stadt Heilbronn die Chance auf eine Stadion-Modernisierung in Kombination mit der Aussicht auf Profifußball nutzt, ist legitim. Mit all den Veränderungen (Ipai) und dem Wachstum der Stadt gehört auch ein attraktives Spitzensportangebot vor Ort zu den Dingen, die eine moderne Großstadt attraktiv und lebenswert machen. Das beinhaltet zwingend den Fußball – und nicht nur Eishockey, Basketball oder Handball.

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