Vom Matchwinner zum Pechvogel: Deniz Undav sucht Abschlussglück beim VfB Stuttgart
Im November noch war jeder Schuss ein Treffer. Beim 0:2 in Rom wird Deniz Undav zum VfB-Torjäger zur traurigen Gestalt in der Europa-League.
Der sich abzeichnende Umweg, den der VfB Stuttgart wohl über die Playoffs in Richtung Achtelfinale nehmen muss, er bringt nach der 0:2-Niederlage bei AS Rom zwei Spiele mehr mit sich. Das ist natürlich kein Vorteil für eine Mannschaft, die mit Bundesliga (Rang vier), DFB-Pokal (Viertelfinale) und Europa League (am Donnerstag gegen Bern) noch auf drei Hochzeiten tanzt. „Aber gut, wir bleiben dann im Rhythmus“, haderte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth am Donnerstagabend in Rom.
Stürmer Deniz Undav hatte die Abkürzung direkt ins Achtelfinale auf dem Fuß, vergab zwei Dinger, von denen mindestens eins im November noch drin gewesen wäre. Damals, als quasi jeder Undav-Schuss in einem Treffer mündete. „Er weiß auch selber, dass er vielleicht ein Ding rein machen muss, damit wir am Ende etwas Zählbares holen“, sagte der Verteidiger Jeff Chabot zwar - ebenso wie: „Klar wissen wir, dass, wenn wir ein Tor machen, die Römer ein großes Problem haben.“ Er betonte aber auch mit Blick auf seinen 29-jährigen Teamkollegen: „Aber komm, er hat uns so viele Spiele den Arsch gerettet“.
Kein Torriecher in der Europa League: So ergeht es Deniz Undav beim VfB-Spiel gegen Rom
Das große Form-Hoch, das für Stürmer so wichtige Momentum, Undav hat es vorerst verloren. In der Einzelkritik zum Rom-Spiel gab es die Note mangelhaft. Schon gegen Eintracht Frankfurt (3:2) vergab der Nationalstürmer bei drei Alleingängen aufs Gästetor das vorentscheidende dritte Stuttgarter Tor. Die eigene Abschlussschwäche stand Undav nun auch in Rom im Weg. „Deniz erlebt das, was ein Stürmer in seiner Karriere durchläuft. Er hat für uns in dieser Saison schon viele wichtige Tore geschossen, deswegen gibt es von meiner Seite keinerlei Vorwürfe. Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Deniz wird wieder für uns treffen“, sagt Trainer Sebastian Hoeneß.

VfB Stuttgart in Rom: Auch Demirovic hadert mit sich selbst
Immerhin war Undav nicht alleine mit seinem Frust. Auch Ermedin Demirovic mangelte es in Rom an Kaltschnäuzigkeit vorm Tor. „Ich glaube, den muss ich machen“, sagte er über seinen Abschluss in der 79. Minute. Kein Tor. Kein Punkt: So war es in drei von vier internationalen Auswärtsreisen für den VfB. Was Mut macht: National wissen die Stuttgarter ja sehr wohl, wie Auswärtstore gehen. In Bremen (4:0) und Leverkusen (4:1) gab es schließlich zuletzt Tore satt. Torhungrige wollen die Schwaben am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) sein, wenn es in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach weiter geht.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare