„Überragend“: VfB Stuttgart macht nach 4:1-Gala Jagd auf die Champions League
Punktgleich mit dem Dritten RB Leipzig und Bayer Leverkusen auf Rang vier steht der VfB Stuttgart auf Platz fünf der Bundesliga-Tabelle. Nach dem Superstart ins Jahr 2026 ist Europas Königsklasse im Blick.

Da stand in großen Buchstaben „Es wird brenzlig?“ Aber die Anti-Sodbrennen-Werbung in der Leverkusener Arena bezog sich nur aufs Bayer-Medikament Talcid, nicht aufs Fußballspiel zwischen der Werkself und dem VfB Stuttgart. Da wurde es für die Schwaben nie brenzlig, auch wenn Trainer Sebastian Hoeneß lange keinen Haken an den Drei-Punkte-Erfolg machen wollte. „Erst in der 88. Minute, als ich gehört habe, es gibt nur drei Minuten Nachspielzeit“, habe er für sich selbst gesagt: „Okay, das Ding geht durch.“ So erzählte es Hoeneßnach dem 4:1 (4:0) im Samstagabend-Topspiel der Bundesliga.
Beim vorherigen Tabellendritten hat der VfB einen Statement-Sieg zum Auftakt des Fußballjahres gefeiert. „Einen besseren Start hätten wir uns nicht vorstellen können“, freute sich der Trainer. Jetzt sind die Stuttgarter als Fünfter punktgleich mit Bayer und RB Leipzig, das wegen des schneebedingten Spielausfalls beim FC St. Pauli nicht punkten konnte. Alle drei Teams kommen auf 29 Zähler. Der VfB ist mittendrin im Kampf um jene Ränge, die am Ende die Teilnahme an der Champions League ermöglichen.
Schon am Dienstag spielt der VfB zu Hause gegen Eintracht Frankfurt
„Überragend“ fand Hoeneß den Auftritt in Leverkusen, aber der Trainer gab sich keiner übertriebenen Euphorie hin. Hoeneß ist Realist, schaute gleich nach vorne in die nahe Zukunft: „Jetzt geht es weiter am Dienstag.“ Erstmal müsse man regenerieren. „Dann haben wir das nächste Topspiel.“ Zu Hause empfängt der VfB (18.30 Uhr) den drei Punkte schlechter dastehenden Siebten Eintracht Frankfurt.
Der 4:1-Sieg in Leverkusen sorgt auf Stuttgarter Seite für psychologischen Rückenwind. „Der Glaube ist gleich wieder da, die Überzeugung, dass wir Stärke mitbringen“, sagte Sebastian Hoeneß, warnte aber vor Übermut: „Das wird uns jetzt nicht automatisch gegen Frankfurt gewinnen lassen.“ Der VfB-Trainer weiß: „Du musst es immer wieder von Neuem beweisen.“ Die lange Stuttgarter Sieglos-Serie gegen Leverkusen ist jetzt beendet. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth war gut gelaunt. „Offensichtlich war es so, dass sich in den letzten Monaten und Jahren etwas aufgestaut hat.“
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