Demirovic trifft ganz spät - VfB Stuttgart siegt 1:0 gegen SC Freiburg
Der VfB Stuttgart hat das schwäbisch-badische Bundesliga-Prestigeduell mit dem SC Freiburg durch ein Tor in der 90. Minute gewonnen. Ermedin Demirovic wurde als Matchwinner gefeiert.
Ein Heimsieg, nicht nur ein torloses Remis, dann doch noch ein Jubelorkan bei den Fans des VfB Stuttgart. Der eingewechselte Ermedin Demirovic traf sehenswert in den rechten Torwinkel. Ein Schuss ins Glück in der 90. Minute. Der VfB ist jetzt seit sieben Bundesliga-Partien ungeschlagen, hat sich von den Badenern nicht düpieren lassen wie bei der 1:3-Pleite im Hinrundenspiel. Mit 39 Punkten ist der VfB Tabellenvierter. Zwölf Zähler Vorsprung sind es jetzt auf Freiburg.
Dem VfB fehlte es lange Zeit an offensiver Effektivität. Aus den großen Torchancen, die es gab, wurde nichts gemacht. Nicht in der ersten Hälfte, nicht in der zweiten. Das schwäbisch-badische Duell hatte internationalen Beigeschmack, schließlich sind der VfB und der Sport-Club die beiden deutschen Vertreter in der Europa League. Nach Abschluss der Ligaphase stehen die Freiburger dort vor den Stuttgartern.
VfB Stuttgart mit Rotation zum Last-Minute-Sieg gegen SC Freiburg
Beide Trainer hatten nach den Europacup-Donnerstagabendspielen zahlreiche Startelf-Wechsel vorgenommen, um Frische auf den Platz zu bekommen. Julian Schuster kam beim Sport-Club auf vier personelle Änderungen, VfB-Coach Sebastian Hoeneß tauschte sogar auf sieben Positionen. „Wir haben die Breite“, lobte er seinen Kader. „Wir müssen die Belastung verteilen, es geht nicht anders.“ Aber das sei kein Problem. „Wir haben viele Spieler, die gerade körperlich in einer guten Verfassung sind.“
Beim VfB gehörte Bilal El Khannouss erstmals seit dem Afrika-Cup wieder zur Startformation. Zuvor bei den Stuttgarter Siegen in Mönchengladbach (3:0) und gegen Bern (3:2) war der marokkanische Nationalspieler eingewechselt worden. In der 51. Minute nutzte El Khannouss eine Top-Möglichkeit zum 1:0 gegen Freiburg nicht. Er brachte den Ball nicht an Torwart Noah Atubolu vorbei.
VfB-Star aDemirovic trifft in letzter Minute gegen SC Freiburg
Sebastian Hoeneß hatte von einer „großen Herausforderung“ gesprochen. „Die Freiburger haben viel individuelle Qualität in ihren Reihen und sind mannschaftlich sehr gut organisiert.“ Der SC stand tief, hatte wenig Ballbesitz und setzte offensiv vor allem auf schnelles Umschaltspiel. Zur Pause war es 0:0 gestanden. Tore hätten aber fallen können. Gleich in der 4. Minute schoss Yuito Suzuki knapp übers Stuttgarter Tor. In der Folge hatte der VfB etliche große Chancen, nutzte sie aber nicht.
Bei einem Kopfball von Josha Vagnoman wurde SC-Keeper Noah Atubolu zum Retter (20.), dann bereinigte Matthias Ginter eine brenzlige Situation auf der Linie, als Deniz Undav aus kurzer Distanz geschossen hatte (28.), kurz darauf stand wieder Undav im Mittelpunkt, diesmal zielte er nach einem Atubolu-Fehler knapp am Freiburger Tor vorbei (31.). Der VfB hätte führen müssen.
Kurz vor der Pause gab es noch zwei Höhepunkte. Nikolas Nartey köpfte aus drei Metern, aber Atubolu reagierte klasse (41.). Und auf der anderen Seite ließen die Stuttgarter Derry Scherhant zum Abschluss kommen (43.). Das wäre beinahe schief gegangen, aber der Flügelstürmer schoss vorbei. Ganz zum Schluss war dann der VfB erfolgreich. Die Fans feierten.
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