Lange Leidenszeit
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Nartey-Märchen beim VfB Stuttgart: Erstes Bundesliga-Tor und Siegtreffer

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Nikolas Nartey verpasste ganze Spielzeiten beim VfB Stuttgart. Deshalb wird ihm die Rolle als Matchwinner gegen Frankfurt umso mehr von Teamkollegen und Sportvorstand gegönnt.


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Die deutschen Lieblingswörter von Nikolas Nartey sind am Dienstagabend schnell ausgemacht. Als der Matchwinner des VfB Stuttgart nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt zum Interview auftaucht, da fällt mehrmals der Ausdruck „richtig geil“ und die Betonung liegt darauf „einfach happy“ zu sein.

Glückliche Zeiten gönnen sie beim VfB Stuttgart keinem mehr als dem 25-Jährigen, hinter dem eine unglaubliche Leidenszeit liegt. „Man sieht es an der ganzen Mannschaft, wie happy alle für ihn sind“, sagt Teamkollege Ermedin Demirovic über Nartey, der mit seinem ersten Bundesligator in seinem 34. Spiel fürs späte Happy End, den 3:2-Siegtreffer in der 87. Minute sorgte.

Nartey beim VfB Stuttgart: Eine Krankenakte so dick wie ein Telefonbuch 

Seine Krankenakte mit Knorpelschaden, Knieoperationen und vielem mehr ist dicker als das Telefonbuch von Bad Cannstatt. Nartey verpasste komplette Spielzeiten (2023/24) und war der VfB-Spieler, der nie zur Verfügung stand. Viele, intern wie extern, zweifelten daran, dass er je zurückkehren würde. „Immer wieder diese Motivation zu entwickeln, noch eine Operation, noch eine kleine Verletzung, immer das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, das nötigt mir extremen Respekt ab“, sagt Sportvorstand Fabian Wohlgemuth.


„Ich habe immer an mich geglaubt“, sagte Nartey am Dienstagabend und das Dauerlächeln verschwand für einen Moment aus seinem Gesicht: „Natürlich waren da Tage, an denen alles Scheiße war.“ Familie und Freunde gaben Halt in den dunklen Zeiten. Geholfen habe ein Trainer, „der immer an mich geglaubt hat“, sagt Nartey.

So ist der Däne die Vorrundenüberraschung im Kader des VfB Stuttgart, hat 15 Bundesliga-Spiele bestritten und stand sieben Mal in der Startelf. „Ich wollte mich immer durchsetzen, es hat ein bisschen lange gedauert“, sagt er über sich selbst. Das gilt auch fürs erste Tor. Gegen die Bayern jubelte er im Dezember erstmals. Das zwischenzeitliche 1:1 kassierte der VAR wegen Abseits ein. Deshalb war da am Dienstag auch der bange Blick, ob dieses 3:2 in bester Stürmermanier auch wirklich zählt.

Ein Name, den nun jeder kennt – so spricht man VfB-Star Nartey richtig aus

Zu Beginn seiner VfB-Zeit galt Nartey als Sechser, mittlerweile ist er in offensiverer Rolle auf der Zehnerposition gefragt und gilt aktuell als der Ersatz für Bilal El Khannouss (beim Afrika Cup). „Ich bin ein Spieler, der auf mehreren Positionen spielen kann“, sagt Nartey.

Final klärte er dann noch Frage nach der richtigen Aussprache des Nachnamens. Es heißt „Narti“. Und  nicht „Nartai“. Ein Name, den man sich als VfB-Fan spätestens jetzt merken sollte.  

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