Fußball-Bundesliga
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„Körperlich und kompakt“: VfB Stuttgart muss am Sonntag gegen unbequeme Union-Elf ran

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Der VfB Stuttgart geht mit dem Rückenwind der beiden jüngsten Topspiel-Siege ins Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen Union Berlin. Die „Eisernen“ sind aber kein leicht wegzuputzender Gegner. VfB-Trainer  Hoeneß weiß, was gefordert ist. 


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Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Laut dieser Redensart braucht der VfB Stuttgart auch im dritten Bundesligaspiel des Jahres 2026 einen Sieg. Dem 4:1 bei Bayer Leverkusen und dem Heim-3:2 gegen Eintracht Frankfurt soll am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) ein Drei-Punkte-Erfolg zu Hause gegen Union Berlin folgen. Dann wäre die Stuttgarter Fußballwoche perfekt verlaufen.

„Wir sind froh über den guten Start ins neue Fußballjahr und den gelungenen Abschluss der Vorrunde. Unser Ziel muss es sein, den Rückenwind zu nutzen und mit Power und Energie das schwere Heimspiel gegen Union Berlin zu bestreiten“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß. 

Union Berlin bereitet sich auf dem Adidas-Homeground auf den VfB Stuttgart vor

Der VfB war gegen die Eintracht schon am Dienstagabend dran, Union Berlin spielte beim 1:1 in Augsburg spät am Donnerstag. Der Erholungs-Vorteil sollte also bei den Stuttgartern liegen. Die „Eisernen“, für die Joker Marin Ljubicic in Minute 90+2 in Unterzahl traf, blieben nach der Partie beim FCA im Süden, fuhren ins fränkische Herzogenaurach, um sich dort auf dem Homeground von Adidas auf die Sonntags-Partie beim VfB vorzubereiten.


Das späte Comeback-1:1 beim FC Augsburg verbuchten die Berliner als Erfolg. Der in Stuttgart geborene Ex-VfBler Rani Khedira sagte: „Man sollte uns nie abschreiben, daran haben wir uns auch in der 2. Halbzeit erinnert. Es ist eine unserer Stärken, dass von der Bank noch einmal guter und neuer Schwung reinkommt. Das zeigt auch den tollen Teamgeist.“

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß lobt den „sehr erfahrenen“ Trainerkollegen Baumgart 

Von diesem möchten die Union-Profis auch am Sonntagnachmittag in der MHP-Arena profitieren. VfB-Trainer Hoeneß blickt mit Respekt auf die Herausforderung: „Union Berlin kombiniert individuelle Qualität und Erfahrung, die Mannschaft verteidigt körperlich und kompakt und kann schnell umschalten. Steffen Baumgart ist ein sehr erfahrener Trainerkollege, der mit seiner Mannschaft eine stabile und gute Saison spielt, es ist nicht einfach, diese Mannschaft zu besiegen.“

Der VfB würde sich aber gerne für die 1:2-Pleite in Berlin am ersten Spieltag dieser Saison revanchieren. Damals war der Frust groß. Die Stuttgarter hatten viele Chancen gehabt, um die Partie auf ihre Seite zu ziehen. 21:8 Torschüsse für die Gäste wurden gezählt, aber Union hatte den Doppelpack-Matchwinner Ilyas Ansah. VfB-Kapitän Atakan Karazor klagte: „Das tut sehr weh. Es sind Dinge, die wir aus der Vorsaison kennen: Wir müssen phasenweise so viel tun, um ein Tor zu erzielen. Wir haben viel Aufwand betrieben. Letztlich müssen wir noch härter, noch entschlossener werden, daran arbeiten wir.“

Es war erfolgreiche Arbeit, wie der Blick auf die aktuelle Bundesliga-Tabelle nach der Hinrunde zeigt. Der VfB Stuttgart steht auf Platz vier, wäre also Stand jetzt in der Champions League dabei. Bei den beiden Siegen im Jahr 2026 in Leverkusen und gegen Frankfurt wies die Mannschaft von Trainer Hoeneß viel Offensivkraft nach. Der Ertrag für den betriebenen Aufwand war mit sechs Punkten optimal.

Im eigenen Stadion musste der VfB bislang in acht Punktspielen nur eine Niederlage hinnehmen, diese fiel allerdings beim 0:5 gegen den FC Bayern krachend aus. Mit Ähnlichem ist gegen Union Berlin nicht zu rechnen.

Die Spieler des VfB Stuttgart jubeln nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt mit den Fans, auch gegen Union Berlin soll es einen VfB-Heimsieg geben.
Die Spieler des VfB Stuttgart jubeln nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt mit den Fans, auch gegen Union Berlin soll es einen VfB-Heimsieg geben.  Foto: Tom Weller

VfB-Sportchef Wohlgemuth warnt vor der Berliner Manndeckung 

Im Duell mit dem Club aus der Hauptstadt, der 2018/19 in der Relegation für den Stuttgarter Abstieg sorgte, dürfte es keinen Berliner Offensivwirbel geben, sondern eher eine sicherheitsorientierte Spielweise der Unioner. VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth sagte: „Da wird Manndeckung gespielt, da wird Wert auf eine harte Defensive gelegt, auf aggressive Abwehrarbeit.“

Ein „Schlüssel zum Erfolg“, so VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, „wird sicherlich die Balance in den unterschiedlichen Spielphasen sein, außerdem das Umschaltverhalten und das Verteidigen der Berliner Standardsituationen“. Man sei jedenfalls „heiß darauf, vor unseren Fans wieder eine gute Leistung zu zeigen“. 

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