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VfB-Elferverursacher Führich: „Was mein Arm da macht, das weiß ich auch nicht...“

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Chris Führich wird beim 1:2 des VfB Stuttgart bei St. Pauli zum Handspiel-Pechvogel. Sein Handspiel ebnet den Weg bei der ersten Bundesliga-Niederlage 2026.  


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Chris Führich schlug die Hände vors Gesicht. So wie das jemand tut, der ganz genau weiß, dass er gerade Mist gebaut hat. Unabsichtlich natürlich, aber das schützte den linken Flügelmann am Samstag beim 1:2 des VfB Stuttgart beim Tabellenvorletzten FC St. Pauli natürlich nicht vor einer Strafe. Führichs unnötiges Handspiel war maßgebend, weil es den VfB in Hamburg endgültig auf die Verliererstraße brachte. In der Einzelkritik setzte kassierte nicht nur Führich die Note 5.

Der zuletzt so formstarke Dribbler war ja bereits auf dem Weg aus dem eigenen Strafraum, als ihm der Ball in der 53. Minute bei der Ballannahme vom eigenen Oberschenkel an den Arm sprang. Knapp innerhalb des Strafraums, das war auch für den Videoschiedsrichter deutlich zu sehen. Danel Sinani (55.) verwandelte sicher zum 2:0 für die Gastgeber.

Chris Führich (links) war beim 1:2 in Hamburg der Pechvogel im VfB-Trikot.
Chris Führich (links) war beim 1:2 in Hamburg der Pechvogel im VfB-Trikot.  Foto: IMAGO/Hansjürgen Britsch

Führich spricht über eine Situation, die er beim VfB Stuttgart noch nie hatte 

 „Ich will den nur mit dem Oberschenkel mitnehmen und dann rausschießen. Das hatte gar nichts mit Absicht zu tun gehabt. Komische Situation, die hatte ich auch noch nie“, sagte Chris Führich hinterher am Sky-Mikrofon: „Was mein rechter Arm da macht, das weiß ich auch nicht…“

Weder hatte Führich einen Vorteil, noch lag Absicht vor. Das macht den Elfmeterpfiff umso bitterer. Schiedsrichter Benjamin Brand begründete seinen Pfiff Führich gegenüber so. „Der Schiri meinte, dass die Bilder katastrophal aussehen“, sagte Führich. 

VfB Stuttgart erhält keinen Handelfmeter, der FC St. Pauli schon 

In der 28. Minute blieb sowohl Brands Pfeife als auch der VAR stumm, als ein Chipball von Deniz Undav aus sehr kurzer Distanz am Arm von Mathias Rasmussen landete. Elfmeter wäre es aber so oder so nicht gewesen, da das „Vergehen“ außerhalb war. Die Handspielthematik ist und bleibt ein Zankapfel im Profifußball.  

So blieb Führich an einem gebrauchten VfB-Tag in Hamburg der größte Pechvogel. Der Ex-Nationalspieler war zuletzt im Aufwind gewesen, hatte sich endlich wieder einen Stammplatz erkämpft. Führich hatte früh die erste und lange beste VfB-Chance vergeben, als er in der 12. Minute an Pauli-Keeper Nikola Vasilj scheiterte. Statt fürs 1:0 sorgte Chris Führich in Durchgang zwei fürs vorentscheidende 0:2. Es war übrigens der erste Elfmeter, den Führich in seiner Profikarriere verursachte.

 

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