VfB Stuttgart in der Einzelkritik: Die Noten zur Pauli-Pleite, drei Fünfer beim 1:2
Der nationale Erfolgslauf endet für den VfB Stuttgart beim Vorletzten in Hamburg jäh. Chris Führichs unnötiges Handspiel im Strafraum bringt den Tabellenvierten in die Bredouille.
Die Hansestadt Hamburg ist immer eine Reise wert. Eigentlich. Das gilt in dieser Saison aber nicht für den VfB Stuttgart. Der kassierte Ende November ein 1:2 beim Hamburger SV, gewann danach in der Fremde alle drei Bundesligaspiele mit drei Toren Unterschied, um diese Serie nun im Hamburger Stadtteil St. Pauli mit einer weiteren 1:2-Niederlage reißen zu lassen.
Lewelings Anschlusstor kommt für den VfB Stuttgart zu spät
Die Niederlage beim Tabellenvorletzten FC St. Pauli ist die erste in der Liga im Kalenderjahr 2026 und ein herber Rückschlag im Kampf um einen Champions-League-Platz. Für St. Pauli trafen Manolis Saliakis (35.) und Daniel Sinani (Handelfmeter/55.). Der VfB wirkte am Samstag bei der bisher schlechtesten Offensive der Liga müde und platt. Das VfB-Anschlusstor zum 1:2 vom eingewechselten Jamie Leweling (90.) kam zu spät.

Das sind die Noten der VfB-Startelfspieler zum 1:2 beim FC St. Pauli.
Alexander Nübel: Die Nummer eins des VfB Stuttgart war bei beiden Gegentoren machtlos. Entschied sich beim Handelfmeter zum 0:2 für die falsche Ecke. Starke Parade verhinderte das 0:3. Note: 3,5
Maximilian Mittelstädt: Der Linksverteidiger verhinderte die erste Pauli-Chance in der 10. Minute mit ganz viel Einsatz, ermöglichte mit starker Flanke die beste VfB-Chance in Durchgang eins durch Chris Führich. Insgesamt der beste Stuttgarter. Note: 3
Ramon Hendriks: Der Maskenmann war wieder im Biestmodus, warf sich in Schüsse. Er ließ sich wie alle Abwehrkollegen beim 0:1 vom schnellen Einwurf übertölpeln, fehlte in der Mitte. Torschütze Saliakas stand dadurch völlig frei. Note: 4
Finn Jeltsch: Sehr aufmerksam bei den Kontern der Hamburger. Sah beim ersten Gegentreffer nicht gut aus, als es an Defensiv-Abstimmung fehlte. Sein Ballverlust führte beinahe zum 3:0 für Pauli in der 83. Minute. Note: 4
Josha Vagnoman: Beharkte sich intensiv mit Gegenspieler Arkadiusz Pyrka. Blockte in der 33. gegen Pyrka bei der besten Pauli-Chance in Durchgang eins. Note: 4
Angelo Stiller: Keine Offensivakzente, es gab für ihn kein Durchkommen gegen die Viererkette vor der Fünfer-Abwehrkette. Note: 4,5
Atakan Karazor: Nicht der große Stabilisator wie sonst. Im Kampfspiel fehlte es ihm wie vielen anderen am Ende an Kraft, wurde kurz vor Schluss ausgewechselt. Note: 4,5
Führich vergibt erst das 1:0, verursacht dann den Elfmeter zum 0:2
Chris Führich: Vergab die beste VfB-Chance in Durchgang eins (12. Minute). Verursachte zu Beginn der zweiten Hälfte einen unnötigen Handelfmeter in der 53. Minute, als ihm ohne Gegnerdruck auf dem Weg aus dem Strafraum der Ball, deutlich innerhalb des Sechzehners, an den Arm sprang. Note: 5
Deniz Undav: Der einzige Stuttgarter, der ein bisschen Torgefahr ausstrahlte. Ließ sich immer wieder fallen, um Räume zu schaffen. Köpfte aus spitzem Winkel in Durchgang eins an den Pfosten, in der 59. Minute lupfte er den Ball drüber. Note: 4
Bilal El Khannouss: Strahlte nicht die Kreativität und Power wie beim Hinspiel-2:0 im vergangenen September aus. Das Spiel lief am marokkanischen Nationalspieler komplett vorbei. Verlor in Durchgang eins viel zu viele Bälle, musste folglich zur Halbzeitpause für Jamie Leweling raus. Note: 5
Ermedin Demirovic: Unsichtbar und ohne Torchance in seiner Heimatstadt Hamburg. Der Last-Minute-Held vom 1:0 gegen Freiburg fiel nur durch eine Gelbe Karte auf. Bezeichnenderweise resultierte die größte VfB-Chance aus einem Beinahe-Eigentor kurz nach der Halbzeitpause. Note: 5
Sebastian Hoeneß: Die große Rotation blieb dieses Mal aus. Nur zwei Wechsel gab es im Vergleich zum Pokal-3:0 in Kiel am Mittwoch. Jeltsch ersetzte Chabot, Demirovic Leweling. Ob es mit mehr Startelfwechseln besser gelaufen wäre? Note: 4
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