Könige der letzten Minuten: Der VfB Stuttgart und die vielen späten Heimsiege
Sportvorstand Fabian Wohlgemuth erklärt, woran die vielen Last-Minute-Erfolge beim VfB Stuttgart liegen.
Zahlen lügen nicht. Im Fußball erst recht nicht. In vier von fünf Heimspielen (drei in der Bundesliga, eins in der Europa League) im Kalenderjahr 2026 hat der VfB Stuttgart das Spiel mit Toren nach der 84. Minute für sich entschieden. Das war schon gegen Eintracht Frankfurt (3:2), die Young Boys Bern (3:2), den SC Freiburg (1:0) und nun am Samstagabend beim 3:1 gegen den 1. FC Köln so.
Das Verrückte daran: Keins der vier Spiele hätte der VfB Stuttgart gewonnen, wenn ein Spiel nur 80 Minuten dauern würde. Doch woran liegt es, dass der VfB Stuttgart in der Schlussphase so stark ist?
Comeback-Qualitäten als Muster im Spiel des VfB Stuttgart
Am Samstagabend gab es beim wichtigen Heimsieg im Kampf um die Champions League sogar deren zwei späte Treffer von Matchwinner Ermedin Demirovic in der 84. Minute und Deniz Undav (90.+2). „Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft“, sagte Stuttgarts Sportvorstand. Dieses Muster zieht sich durch die ganze Saison, gerade in Heimspielen ist es 2026 aber sehr deutlich erkennbar. Woran die Comeback-Qualitäten liegen, auch nach Rückschlägen wie dem 1:1 von Ragnar Ache (79.) zurückzuschlagen?
Hoeneß wechselt die richtigen Spieler beim VfB Stuttgart ein
Für Wohlgemuth gibt es dafür mehrere Faktoren. Da ist die „Dynamik in der Gruppe, die funktioniert“, wie er es ausdrückt. Noch wichtiger: „Der Cheftrainer hat Wechsel vorgenommen, die sich hintenraus wieder bezahlt gemacht haben.“ Der VfB Stuttgart verfügt über die wohl beste schwäbische Bankbesetzung seit 1893. Wenn Spieler mit zweistelligem Marktwert und Ablösesummen wie Bilal El Khannouss, Tiago Tomas oder Angelo Stiller eingewechselt werden, dann gibt das dem VfB einen Qualitätsschub, es macht zudem etwas mit dem Spiel und dem Gegner.
Den Treffer zum 2:1 für den VfB Stuttgart leitete der eingewechselte Bilal El Khannouss per Hackentrick auf den ebenfalls eingewechselten Ramon Hendriks ein. Der flankte perfekt auf Ermedin Demirovic. „Man hat schon gespürt, dass da mit den Wechseln eine andere Wucht entsteht“, sagte Fabian Wohlgemuth.
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