Wenig Verständnis für Fan-Wut und Stuhlwurf – so reagieren die VfB-Stars
Bei der späten 0:2-Niederlage des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund kochen die Emotionen hoch. Ein Stuhl fliegt, die Fans sind wütend. Dafür gibt es seitens der Profis wenig Verständnis.
Ein Stuhlwurf in Stuttgart, Wut bei den Fans und wenig Verständnis bei den Profis – bei der 0:2-Niederlage des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund kochten die Emotionen hoch. Fans aus der Cannstatter Kurve standen bereits hinter dem Tor, ein Stuhl flog auf den Rasen und nach der Partie gab es heftige Diskussionen.
Grund dafür, war wohl der provokante Jubel von BVB-Star Karim Adeyemi. Der Stürmer erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit das 1:0 für die Gäste, die bis dahin kaum vor dem Tor des VfB Stuttgart auftauchten. Anschließend jubelte Adeyemi in ähnlicher Weise, wie es Deniz Undav vor wenigen Monaten in Dortmund tat. Eine Provokation, die die Stuttgarter Fans auf die Palme brachte. Nach Abpfiff gab es jedoch deutliche Worte der VfB-Stars – auch in Richtung der eigenen Anhänger.
Nach Niederlage gegen BVB: VfB-Stars äußern sich zum Stuhlwurf und der Fan-Wut
„Da müssen wir uns mal unterhalten, wie es dazu gekommen ist“, erklärt Sportvorstand Fabian Wohlgemuth kurz und knapp. Eine Erklärung hatte Deniz Undav gegenüber Sky zuvor abgegeben. Der Stürmer war es auch, der nach dem Spiel in der Kurve stand und eine sichtlich hitzige Diskussion führte. Nach Informationen der Heilbronner Stimme, wandte sich der Top-Torjäger mit einer deutlichen Ansage an die Ultras. Der Tenor: Man solle solche Aktionen lassen.
Auch Trainer Sebastian Hoeneß war nicht begeistert von den überkochenden Emotionen der eigenen Fans. „Ich muss klar sagen, dass die Bilder mir nicht gefallen haben“, so Hoeneß auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Für den VfB-Trainer sollte eher die Stimmung in Erinnerung bleiben, die „wieder einmal hervorragend war“.
Fan-Wut nach provokantem Jubel bei VfB-Niederlage: Das sagt BVB-Star Adeyemi
Zumal der VfB Stuttgart eben auch schon in fremden Stadien vor den Heimfans jubelte. Hoeneß: „Ich kann meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass wir nicht auch mal in der gegnerischen Kurve standen und gefeiert haben. Nicht mal um zu provozieren, sondern weil der Weg zu den eigenen Fans zu weit war.“ In der MHP-Arena spielte der BVB in Halbzeit zwei auf die Cannstatter Kurve, die mitgereisten Dortmunder jubelten derweil auf der gegenüberliegenden Seite.
Hochkochen wollten die Protagonisten das Thema jedoch nicht. BVB-Torwart und Ex-Stuttgarter Gregor Kobel erklärte, dass auch der VfB in den letzten Jahren genug Sticheleien hatte und Emotionen eben dazu gehören. Torschütze Karim Adeyemi wird hingegen deutlicher. „Ich vergesse nicht die Spiele, in denen Stuttgart bei uns war und vielleicht das Gleiche gemacht hat. Oder in den Heimspielen gegen uns bei jedem Pass gejubelt haben, wie im DFB-Pokal. Das ist stecken geblieben bei mir, aber es ist nichts persönliches“, äußert sich Adeyemi gegenüber Sport1.
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