Der VfB Stuttgart ist im DFB-Pokal auf Titelverteidigungs-Kurs
Erst am Ende war es eine klare Sache, aber: Hauptsache weiter! Das 3:0 des VfB Stuttgart bei Holstein Kiel war ein wichtiger Schritt, den ein gereiftes Team gegangen ist, findet unser Autor.
Fußball-Weisheiten entsprechen zuweilen gar nicht der Wirklichkeit. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze - kann sein, war an diesem eiskalten Mittwochabend in Kiel aber nicht der Fall. Der VfB Stuttgart ist dank des 3:0-Erfolgs beim Zweitligisten nur noch zwei Siege vom erneuten Finaltriumph im DFB-Pokal entfernt. Jetzt wäre Losglück hilfreich, ein Heimspiel im Halbfinale. Und dann: Berlin, Berlin, sie fahren nach Berlin. Wie 2025, als der Titel geholt wurde.
Es war keine Galaleistung des VfB Stuttgart bei Holstein Kiel. Es hätte auch schief gehen können. Vor allem in der Anfangsphase sah es im David-gegen-Goliath-Duell nach einer guten Außenseiter-Chance aus. Aber das war nach dem Schlusspfiff nicht mehr der Rede wert. Chris Führich, der Torschütze zum Deckel-drauf-2:0 des VfB, sprach aus, was einzig wichtig war: „Alles ist am Ende egal. Hauptsache, wir sind eine Runde weiter.“
Titelverteidigung im DFB-Pokal? Der VfB Stuttgart ist auf Kurs
Der Stuttgarter Erfolgslauf geht weiter. In der Bundesliga als Vierter auf Champions-League-Kurs, in der Europa League kann gegen Celtic Glasgow das Achtelfinale erreicht werden. Und im DFB-Pokal steht die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß nach einem in der zweiten Halbzeit reifen Auftritt unter den besten Vier. Das ist gut für die Kasse, denn im nationalen Cup geht es auch ums Geldverdienen.
Vor allem aber bestätigt es den unter Erfolgsmacher Hoeneß geschaffenen Ruf des VfB Stuttgart als Top-Team. Vizemeister, Pokalsieger, Champions-League-Teilnehmer und Europa-League-Heimmacht, das sind Zuschreibungen, die bei den Beinahe-Abstiegen in die 2. Liga anno 2022 und 2023 niemand für möglich gehalten hätte. Der VfB ist kein One-Hit-Wonder, sondern ein zuverlässiger Produzent von Erfolgen. In Kiel sangen die mitgereisten Fans glückselig: „Wir holen den Pokaaaal!“ Gleich nochmal. Warum denn nicht? Diese Mannschaft hat es drauf.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare