Auswärts-Fans bekommen im Fußball-Europacup das Signal: Bleibt bloß weg!
Fans des VfB Stuttgart hatten es beim Europa-League-Spiel in Rom schwer, Anhänger des KRC Genk durften in Utrecht gar nicht ins Stadion. Da stirbt ein Teil der Fußballkultur, findet unser Autor.
Fußballfans, die ihr Team zu internationalen Auswärtsspielen begleiten, haben es immer schwerer. Ihnen wird zunehmend der Eindruck vermittelt, es wäre viel besser, sie wären nie aufgetaucht. Strikte Verhaltensregeln, klare Aufenthaltsvorgaben, überwachte Annäherung ans Stadion in Shuttlebussen, harte Zugangskontrollen – so erging es jetzt auch vollkommen friedlichen Fans des VfB Stuttgart in Rom.
Massive Abschreckung für Auswärts-Fans – so stirbt ein Teil der Fußballkultur
Am selben Abend wie das VfB-Spiel fand in der Europa League die Partie zwischen dem FC Utrecht und KRC Genk statt. Der belgische Auswärtsclub hat der niederländischen Polizei ein unverhältnismäßiges Vorgehen gegen seine Fans vorgeworfen. Rund 1200 wurden wegen Sicherheitsbedenken von der Partie ausgeschlossen. Dem KRC seien Bilder und Berichte zugegangen, hieß es, „die unnötige und übermäßige Polizeigewalt belegen“. Das würde die unschönen Eindrücke bestätigen, die beim Spiel des VfB Stuttgart im niederländischen Deventer entstanden sind.
Die Behörden in Utrecht sprachen von einem notwendigen Einsatz. Wie auch immer, es sieht so aus, als solle massive Abschreckung betrieben werden. Das Signal an Auswärtsfans lautet: Bleibt besser weg! So aber stirbt ein Teil der traditionellen Fußballkultur.
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