Angriff auf Zugfahrt
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Linken-Politikerin Akbulut von Fans attackiert – VfB-Boss Wehrle bezieht Stellung

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Am Sonntag wurde die Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut auf einer Zugfahrt wohl von Fans des VfB Stuttgart angegriffen, beleidigt und verletzt. Nun bezieht VfB-Boss Alexander Wehrle Stellung.


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Linken-Politikerin Gökay Akbulut wurde eigenen Aussagen zufolge am Samstagabend auf der Zugfahrt von Heidelberg nach Stuttgart rassistisch beleidigt, sexuell belästigt und körperlich angegriffen. Dabei wurde Akbulut verletzt. Auf ihrem Instagram-Kanal hat sich die Politikerin, die seit 2017 im Bundestag sitzt, geäußert und ihre Verletzungen geteilt. 

Demnach war sie gerade auf dem Rückweg von einer Veranstaltung und wurde dann im Zug "von Rechtsextremisten beleidigt und angegriffen". Im Zug sollen sich viele Fans des VfB Stuttgart aufgehalten haben, die auf dem Rückweg von der 0:2-Pleite beim FSV Mainz 05 waren. Doch was ist passiert und wie äußert sich der VfB Stuttgart? 

Nach 0:2-Niederlage in Mainz: Bundestagsabgeordnete im Zug wohl von VfB-Fans angegriffen

Die Linken-Politikerin Akbulut soll gerade auf der Suche nach einem Sitzplatz gewesen sein. Auf dem Weg durch den vollen Zug wurde sie wohl sexuell belästigt und rassistisch beleidigt. Sie fand einen Sitzplatz. "Hinter mir saß eine Gruppe Männer, die ständig AfD-Parolen riefen, sangen und grölten. Als die Rufe immer lauter wurden, begann ich, die Gruppe zu fotografieren und Aufnahmen zu machen", erklärt Akbulut in ihrem Post auf Instagram. 

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Daraufhin habe ihr "ein Mann mit Brille" eine Bierflasche gegen den Kopf geworfen. In Stuttgart angekommen habe die Politikerin nach der Polizei gerufen und sei im Krankenhaus behandelt worden. Die Verletzungen sind demnach nicht schwerwiegend, der Schock sitzt dennoch tief. 

Ihren Post beendet Akbulut mit Forderungen an die Politik aber auch an den VfB Stuttgart. "Alle Politikerinnen und Politiker der demokratischen Parteien, insbesondere der Union, sind aufgefordert, ihren Tonfall zu mäßigen und nach sachlichen Antworten auf die Herausforderung unserer Zeit zu suchen", so Akbulut. "Anstatt Forderungen der politischen Rechten zu übernehmen, brauchen wir jetzt eine klare Kante gegen Rassismus und Rechtsextremismus." Auch vom VfB Stuttgart forderte sie, "klarzustellen, wie er künftig mit solchen rechtsextremen Fans in seinen Reihen umgehen möchte". 

VfB Stuttgart bezieht Stellung zu Angriff auf Bundestagsabgeordnete im Zug

Der VfB Stuttgart äußerte sich am Montag zu dem Vorfall, bei dem wohl Fans des Champions-League-Teilnehmers involviert waren. Auf "X" (ehemals Twitter) schreibt der VfB: "Der VfB verurteilt den gewalttätigen Übergriff auf Gökay Akbulut. Alexander Wehrle bezieht Stellung." 

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"Der VfB verurteilt den gewalttätigen Übergriff auf die Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut aufs Schärfste. Wir distanzieren uns klar und deutlich davon", so VfB-Boss Wehrle. "Weder im Fußball, in unserer VfB Familie noch irgendwo sonst in unserer Gesellschaft ist dafür Platz. Der VfB steht für Toleranz, friedliches Miteinander, Vielfalt und unser freiheitlich-demokratische Grundordnung." Darüber seien sich Verein und organisierte Fans einig. Der VfB will die Ermittlungen unterstützen. 

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