Olympia 2026
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Julia Taubitz siegt im Rodeln – dritte Gold-Medaille für Deutschland

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Julia Taubitz hat eine Gold-Medaille für Deutschland geholt. Die Rodlerin demonstrierte ihr Können in vier Läufen bei den Olympischen Winterspielen.


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Julia Taubitz hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 die Gold-Medaille im Rodeln gewonnen. Im vierten Durchlauf im italienischen Cortina siegt sie am Dienstag, 10. Februar, auf der Bahn. Bereits in den vorigen Rennen dominierte die Deutsche das Rodel-Feld. Silber ergattert Elina Bota aus Lettland, Bronze geht an die USA mit Ashley Farquharson.

Rodler bei Olympia erfolgreich: Julia Taubitz holt Gold-Medaille

Deutschland konnte bereits beim Wettkampf der Männer in dieser Disziplin punkten. Rodler Max Langenhan gewann am Sonntag die olympische Medaille. Eine weitere Gold-Medaille holte Philipp Raimund beim Skispringen.

Eine zweite Medaille verpassten die Rodler-Frauen jedoch. Merle Malou Fraebel hatte nach dem zweiten Durchlauf die Tabelle noch gemeinsam mit Taubitz angeführt. Durch Platzer in der dritten Runde fiel sie auf Rang 20 ab und erreichte am Ende Platz 8. Anna Berreiter, die dritte deutsche Rodlerin, landete vor ihr auf Platz 5.

Gold für Julia Taubitz bei Olympischen Winterspielen – Rodlerin mit "viel Nervosität" bei Olympia

Mit ihrem Gold-Triumph macht Taubitz in Cortina d'Ampezzo ihre schlimme Enttäuschung von Peking 2022 endgültig vergessen. Vor vier Jahren hatte sie dort mit ihrem Sturz ein olympisches Fiasko erlebt. Mit dem Olympia-Gold ist die Sammlung der 29-Jährigen vom WSC Oberwiesenthal an Titeln nach acht WM-Triumphen, EM-Gold und fünf Weltcup-Gesamtsiegen komplett. "Ich habe mir schon in sehr jungen Jahren meine sportlichen Ziele gesetzt. Die bestanden aus dem Gesamtweltcupsieg, dem Weltmeistertitel und dem Olympiasieg", sagte die Erzgebirgerin vor dem Start in diesen Winter.

Mit Startnummer 1 und "viel Nervosität" startete Taubitz ins Rennen und fuhr auf Anhieb Bahnrekord. "Ich finde die Bahn sehr gelungen und sehr gefühlvoll. Der Rhythmus der Kurven ist sehr schön, man kann toll mit dem Schlitten runtertanzen", sagte sie. Doch die erst 22 Jahre alte Olympia-Debütantin Fräbel, die auch den Test-Wettkampf auf der neu gebauten Bahn gewann, verbesserte diesen prompt. Taubitz konterte im zweiten Durchgang, überbot die Bestmarke und setzte sich zur Halbzeit an die erste Position. Im dritten Durchgang legte Taubitz eher einen Sicherheitslauf hin.

Fräbel schien trotzdem beeindruckt zu sein, patzte auf der Startrampe und stand nach einer Bandenberührung komplett quer. Dabei hatte sie 24 Stunden vorher auf denselben Fehler der Kontrahentinnen Summer Britcher aus den USA und Kendija Aparjode aus Lettland angesprochen über die Startrampe noch gesagt: "Also nicht schwierig, aber mir ist es im Training auch schon passiert. Deswegen möchte ich da jetzt nicht drüber herziehen." Im vierten Lauf zeigte Fräbel dann wieder, was möglich gewesen wäre, und winkte tapfer den Fans zu.

Gold-Serie der deutschen Frauen bei Olympischen Winterspielen hält seit 1998

Taubitz setzte danach die deutsche Gold-Serie bei Winterspielen fort, die nach der deutschen Einheit mit dem Olympiasieg von Silke Kraushaar-Pielach 1998 begann. Nach den zwei Siegen von Sylke Otto 2002 und 2006 holte sich Tatjana Hüfner 2010 Gold. Dann folgte der olympische Hattrick von Natalie Geisenberger, die mit der Bronzemedaille von 2010 und den drei Team-Goldmedaillen die erfolgreichste Rodlerin der Olympia-Historie ist. 

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