Paris 2024

Die unglücklichste Athletin bei Olympia 2024 – Qualifiziert und vom Verband vergessen

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Die nigerianische Sprinterin Favour Ofili hat sich für Olympia 2024 in Paris qualifiziert, darf aber nicht teilnehmen, weil vergessen wurde, sie anzumelden. Nicht das erste Mal für Ofili.

Favour Ofili wurde vom Verband vergessen und darf die 100 Meter bei Olympia 2024 nicht laufen.
Favour Ofili wurde vom Verband vergessen und darf die 100 Meter bei Olympia 2024 nicht laufen.  Foto: Imago/Beautiful Sports/Oliver Kremer

Es ist wohl eine der verrücktesten Geschichten, die bisher bei den diesjährigen Olympischen Spielen geschrieben wurden. Die nigerianische Sprinterin Favour Ofili war qualifiziert für Olympia 2024 in Paris, darf aber nicht teilnehmen. Der Grund: Ihr Verband hat sie schlichtweg vergessen. Besonders bitter: Es ist nicht das erste Mal, dass Ofili eine Olympia-Teilnahme verpasst – obwohl sie erst 21 Jahre alt ist. 

Jahre lang hat Ofili für den Olympia-Traum gearbeitet, doch der wurde ihr, zumindest zum Teil, genommen. Wie konnte es dazu kommen? 

Einfach vergessen: Sprinterin Favour Ofili muss auf Olympia-Teilnahme im 100-Meter-Lauf verzichten

Am Mittwochmorgen wurde der Nigerianerin mitgeteilt, dass sie bei den Olympischen Spielen nicht über die 100 Meter antreten darf. "Ich habe mich qualifiziert, aber die Verantwortlichen von AFN und des NOKs haben es versäumt, mich für den Wettbewerb zu melden", klagt Ofili auf Instagram. 

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Der nigerianische Leichtathletik-Verband AFN hat ihr demnach den Traum genommen. Ofili: "Ich habe vier Jahre lang für diesen Moment geschuftet. Wofür? Dafür, nicht gemeldet zu werden und nicht bei Olympia antreten zu können, weil mich die verantwortlichen Organisationen im Stich gelassen haben?!“

Nigerianische Sprinterin wurde vergessen: Ofili schimpft über Verband

Für Ofili, die immerhin noch an der 4x100-Meter-Staffel sowie über die 200 Meter teilnehmen kann, ist der Skandal-Verband kein Neuland. "Erinnert Euch, dass ich bei den letzten Spielen nicht antreten durfte", schreibt Ofili in ihrem Post weiter. Bei den Spielen in Tokio, die wegen Corona um ein Jahr verschoben wurden und 2021 stattfanden, war die Sprinterin ebenfalls qualifiziert, doch damals hatten AFN, die nigerianische Anti-Doping-Agentur NADC und das NOK versäumt, "Gelder für Doping-Test der Athleten freizugeben, die damals in den USA trainiert haben".

14 nigerianische Sportler mussten damals auf Olympia verzichten. "Wenn die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, kann niemand diesen Organisationen mehr vertrauen", warnt Ofili nun. Zum Abschluss ihres Postings gibt es einen Seitenhieb: "Als nächstes: 200 Meter. Falls ich gemeldet bin.“

Nach oben  Nach oben