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Spannende Innovationen müssen sich in der Formel 1 erst in der Praxis bewähren

  
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Technische Neuerungen und ein grundlegend überarbeitetes Reglement versprechen in der Formel 1 neue Spannung. Ob sich das Versprechen einlösen lässt, wird jedoch erst der Saisonstart zeigen, ist unser Autor überzeugt.

Für Sergio Pérez und den neuen Cadillac-Rennstall ist das überarbeitete Reglement Chance und Risiko zugleich. Ob der US-Rennstall gleich in seinem Debütjahr überraschen kann, hängt vor allem davon ab, ob in den vergangenen Jahren in die richtige Richtung gearbeitet worden ist.
Für Sergio Pérez und den neuen Cadillac-Rennstall ist das überarbeitete Reglement Chance und Risiko zugleich. Ob der US-Rennstall gleich in seinem Debütjahr überraschen kann, hängt vor allem davon ab, ob in den vergangenen Jahren in die richtige Richtung gearbeitet worden ist.  Foto: Altaf Qadri

„Boost“, „Overtake“, „Recharge“, „Corner Mode“, „Active Aero“ – die aus den Reglement-Änderungen resultierenden Innovationen klingen erst einmal allesamt nach komplexer Spielerei, könnten die Formel 1 im Zusammenspiel aber tatsächlich spannend und vor allem wieder verstärkt „fahrerlastig“ machen.

Durch den geringeren Abtrieb sollte es einfacher sein, einem vorausfahrenden Fahrzeug zu folgen. Die Boliden sind bei gleichbleibender Leistung, aber weniger Grip, schwieriger zu kontrollieren, so dass den fahrerischen Fähigkeiten eine größere Bedeutung zukommt.


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Technische Zuverlässigkeit könnte zu Saisonbeginn den Unterschied ausmachen

Mit „Boost“, „Overtake“ und „Recharge“ könnten jene Fahrer, die die technischen Stärken und Schwächen ihrer Autos verstehen und diese an die jeweilige Strecke anpassen können, profitieren: Zusätzliche Leistung in Streckenabschnitten freisetzen, in denen das eigene Auto Nachteile hat, aber elektrische Energie in Abschnitten sparen, in denen Vorteile bestehen, könnte zu interessanten Rennduellen auf der Strecke führen. So die Theorie.

In der Praxis wird sich zeigen müssen, wie effizient das Batteriesystem ist und wie schnell beziehungsweise verlustfrei Energie abgegeben oder gespeichert werden kann. Gerade zu Saisonbeginn könnte es darüber hinaus große Unterschiede in Sachen Zuverlässigkeit geben.

Mit Blick auf die Aerodynamik können, wie immer bei größeren Regeländerungen, Innovationen und clevere Designs besonders im ersten Jahr in Kombination mit einer hohen Zuverlässigkeit den Unterschied ausmachen; zumindest bis zur Sommerpause. So wie 2009. Frag nach bei Jenson Button und BrawnGP.

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