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Fußball-Regionalliga

Bleibt Kushtrim Lushtaku SGV-Trainer? Das sagt Freiberg-Präsident Emir Cerkez

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Nach dem verspielten Drittliga-Aufstieg rücken die Personalplanungen für die Saison 2026/27 beim SGV Freiberg in den Fokus. 


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So groß wie im vergangenen Sommer, als gerade einmal vier Spieler blieben, soll der Umbruch beim neuen SGV Heilbronn-Freiberg in diesem Sommer nicht werden. Nachdem nun faktische Klarheit in Sachen Spielklasse herrscht, können die Personalplanungen intensiviert werden. Zehn Akteure haben noch einen Vertrag für die neue Regionalliga-Saison. Andere nicht. Das gilt auch für den Sportlichen Leiter Mario Estasi und den Trainer Kushtrim Lushtaku. Verein und Trainer wollten sich zuletzt auf den Saisonendspurt konzentrieren, alles dem Thema Drittliga-Aufstieg unterordnen. Daher wurde das Thema Vertragsverlängerung hintenangestellt.

SGV-Chef zur Trainer-Frage: Eine Arbeitsplatzgarantie gibt es nur bis zum Saisonende

Jetzt ist das Aufstiegsrennen aber vorbei und viel deutlicher verloren gegangen als für möglich erachtet. Dadurch stellt sich die Frage, ob es mit dem aus Bad Friedrichshall stammenden Trainer überhaupt weiter geht. „Wir werden uns mit allem beschäftigen. Wir werden eine sachliche Analyse machen“, sagte SGV-Präsident Emir Cerkez am Samstag über die lange so starke SGV-Spielzeit, die nun so schwach endet.

Eine Arbeitsplatzgarantie für den Trainer gibt es nur bis zum Saisonende, stellte der SGV-Chef nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05 II im Gespräch mit der „Heilbronner Stimme“ klar. „Wir gehen in die letzten Spiele mit dem Trainer. Was danach passiert, wird sich zeigen“, sagte Emir Cerkez. Unbedingter Wille, auf jeden Fall gemeinsam weiterzumachen, klingt anders.

Beim SGV Freiberg stellt sich nach dem verpassten Aufstieg die Trainerfrage. Wie geht es mit Kushtrim Lushtaku weiter?
Beim SGV Freiberg stellt sich nach dem verpassten Aufstieg die Trainerfrage. Wie geht es mit Kushtrim Lushtaku weiter?  Foto: Alexander Bertok

Der Total-Einbruch der letzten Wochen macht es für beide Seiten nicht einfacher und nährt Zweifel, ob es nach der großen Enttäuschung einen gemeinsamen Neustart in Heilbronn geben kann. Ist in den letzten Wochen zu viel kaputtgegangen beim SGV Freiberg? Die Chance, die sportlichen Schwächen der finanziell potenteren Teams wie SV Sandhausen oder Kickers Offenbach zu nutzen, kommt wohl so schnell nicht wieder. „Wir konnten dem Druck nicht standhalten“, sagt Cerkez.

Zwei Punkte aus den finalen drei Spielen braucht es noch dank des besseren Torverhältnisses, um zumindest als Zweiter die Saison zu beenden. „Den zweiten Platz müssen wir versuchen zu verteidigen“, sagte der Präsident.Wir groß der Druck beim SGV Freiberg aktuell ist, zeigt sich auch an einer anderen Personalie. Am Mittwoch noch hatte sich der Sportliche Leiter Mario Estasi schützend vor Torwart Benedikt Grawe gestellt, der mit seinen Fehlern das 0:4-Debakel in Großaspach einleitete.

Trainer straft seine Nummer eins knallhart ab

Estasi lobte Grawe für seine starke Saison, zehn Spiele ohne Gegentor. Nahm ihn in Schutz. Drei Tage später saß die bisherige Nummer eins am Samstag nur draußen. Pokaltorwart Ante Eljuga begann. „Es waren zwei katastrophale Fehler, die in so einem wichtigen Spiel nicht passieren dürfen“, erklärte Kushtrim Lushtaku. Grawe habe auch die Spiele davor leicht gewackelt. Daher der Bankplatz.

„Bevor ich den Jungen belaste, dem geht es ja sowieso schlecht.“ Lushtaku verwies auf das auch für Torhüter geltende Leistungsprinzip: „Wenn einer nicht liefert, dann kommt er raus. “Ein Satz, der womöglich mit Blick auf den verpassten Aufstieg auch auf ihn zutreffen könnte, wenn die SGV-Saison am 16. Mai mit dem Auswärtsspiel bei Absteiger Bayern Alzenau endet. 

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