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Win-Win-Situation für Rüdiger Rehm: Das sagt der Trainer zum Duell Großaspach - SGV Freiberg

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Der Unterländer Trainer des niederländischen Zweitligisten Vitesse Arnheim darf noch ein bisschen vom Erstliga-Aufstieg träumen und hat den Regionalliga-Aufstiegskampf in der Heimat auch im Blick. 

Rüdiger Rehm (links) mit der Trophäe als bester Trainer der vierten Saisonphase in der zweiten Liga der Niederlande. Thomas Letsch fungierte als Laudator.
Rüdiger Rehm (links) mit der Trophäe als bester Trainer der vierten Saisonphase in der zweiten Liga der Niederlande. Thomas Letsch fungierte als Laudator.  Foto: IMAGO

Rüdiger Rehm hat seinem Ex-Verein SG Sonnenhof Großaspach und dem künftigen SGV Heilbronn-Freiberg in dieser Saison etwas Wertvolles voraus.Der Fußballlehrer aus Heilbronn hat schon einen Titel geholt, als Coach von Vitesse Arnheim. Am Freitagabend wurde der 47-Jährige als Trainer der vierten Periode in der zweiten niederländischen Liga ausgezeichnet, gewann das Fan-Voting. Die Spielzeit in der „Keukenkampion“ ist in vier Viertel geteilt - und das Team von Rüdiger Rehm hat am Freitag noch die Chance, den Sprung als bestes oder zweitbestes Team der Schlussphase in die Ränge zu schaffen, die zur Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs berechtigen. Das Ticket dafür gibt es, wenn der Traditionsverein Erster oder Zweiter in der Wertung des finalen Saisonviertels wird.

Die erste persönliche Auszeichnung als Trainer

Unabhängig davon gab es aus den Händen von Ex-Vitesse-Trainer Thomas Letsch (einst VfL Bochum, zuletzt RB Salzburg und vor Urzeiten mal beim FC Heilbronn) die erste persönliche Trainer-Trophäe für Rüdiger Rehm. „Ich kann mich an keine zuvor erinnern“, sagt er und lacht. Thomas Letsch trainierte einst die SG Sonnenhof, Rehm war damals spielender Co-Trainer.Mehr als 18 Jahre ist das mittlerweile her. „Er hat schon einen großen Einfluss gehabt, dass ich zu Vitesse wechsele“, sagt Rehm über Letsch, der mit Vitesse vor vier Jahren noch in der Conference League spielte. Damit hat auch Letsch gewissermaßen einen Anteil an Rehms Erfolg und der bronzenen Trophäe. „Das Ding kommt im Trainerbüro auf den Tisch, weil es eine Auszeichnung für den ganzen Trainerstab ist“, sagt Rehm. Dafür waren die vergangenen Monate verrückt genug. Nach dem Lizenzentzug stand Rehm ja im Sommer 25 ohne Spieler da.

Das Abenteuer Niederlande war eigentlich schon vorbei, bevor es begonnen hatte. „Es gab Tage, da haben wir mit vier Spielern trainiert“, erinnert sich Kapitän Alexander Büttner. Die junge Vitesse-Mannschaft wäre ohne den Abzug von zwölf Zählern Tabellensechster (15 Siege, 11 Unentschieden, 11 Niederlagen) im Gesamtranking. Nun winkt überraschend sogar noch das Ticket für die Playoffs, um den weiten Weg in Richtung Ajax oder PSV Eindhoven zu gehen. „Wir haben jetzt ein echtes Finale“, sagt Rüdiger Rehm. Ein 0:0 in der Vorwoche gegen Maastricht verhinderte eine bessere Ausgangslage. Aus dem Alptraum im September ist zumindest ein kleiner April-Erstligatraum geworden.

Der Rehm-Blick geht aufs Handy: Wie steht es in Großaspach? 

Ob Vitesse im Aufstiegsrennen bleibt, das entscheidet sich am Freitag ab 20 Uhr bei Erstliga-Aufsteiger Cambuur Leuwarden.Ein anderes Aufstiegsrennen, das in der Heimat, hat Rehm natürlich auch im Blick. Wenn an diesem Mittwoch (19 Uhr) Rehms Ex-Club SG Sonnenhof Großaspach und der künftig im Heilbronner Frankenstadion spielende SGV Freiberg im Zweikampf um den Regionalligatitel direkt aufeinandertreffen, dann ist Rehm in Arnheim, hat abends einen Termin. „Ich werde mit Sicherheit immer wieder mal aufs Handy schauen, wie es steht“, sagt Rehm.

Im Heilbronner Frankenstadion gewann Rehm 1996 mit der A-Jugend des VfR Heilbronn den DFB-Pokal, kickte mit Großaspach auch dort zwei Jahre lang in der Regionalliga. Als Trainer führte er den selbsternannten Dorfklub SG Sonnenhof 2014 in die 3. Liga, spielte danach sogar mit um den Zweitliga-Aufstieg. „Das Schöne ist, ich freu mich auf jeden Fall am Saisonende“, sagt er über den Aufstiegszweikampf. „Ich freue mich über Drittligafußball in Großaspach oder in Heilbronn“, sagt Rehm. Eine persönliche Win-Win-Situation, sozusagen. Die Ausgangslage bewertet Rehm so: „Freiberg hat den Druck, nicht verlieren zu dürfen. In Großaspach ist es ruhiger, es spricht gerade mehr für das eingespielte Aspach.“

Der aktuelle Tabellenführer erinnert unter Trainer Pascal Reinhardt an Rehms eigene Drittliga-Aufstiegstruppe von vor zwölf Jahren. „Sie haben eine Mannschaft, die schon länger zusammenspielt, gewachsen ist“, sagt Rehm über den Oberliga-Meister 2025, der vor dem Durchmarsch steht. „Wir waren auch eine gewachsene Einheit.“

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