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Umzug ins Frankenstadion: So viel Heilbronn steckt schon jetzt im SGV Freiberg

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Bei Regionalliga-Spitzenreiter SGV Freiberg gibt es auch schon vor dem Umzug ins Frankenstadion zur Saison 2026/27 reichlich Heilbronn-Bezug. 


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Der Sport- und Gesangsverein Freiberg wird bald in seinem Vereinsnamen Zuwachs erhalten. Als SGV Freiberg-Heilbronn oder – wahrscheinlicher – als SGV Heilbronn-Freiberg spielt der Drittliga-Aufstiegsaspirant ab August im Heilbronner Frankenstadion. Im Moment sieht es für den Regionalliga-Spitzenreiter nach Drittligafußball aus. Etikettenschwindel ist Heilbronn im Vereinsnamen wahrlich nicht. Denn so viel Heilbronn steckt schon jetzt im SGV.

SGV-Freiberg-Trainer war in Heilbronn Balljunge für den Sportlichen Leiter 

Trainer: Für Kushtrim Lushtaku wird es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. „Es freut mich sehr, dass es dorthin geht“, sagt der 36-Jährige.  Der Vollzeittrainer hat das Heilbronner Frankenstadion schon aus vielen Perspektiven erlebt. Als elf Jahre alter Balljunge des VfR Heilbronn zum Beispiel, als der aktuelle Sportliche Leiter Mario Estasi in der Saison 2000/01 das VfR-Trikot trug. „Ich habe auch als Jugendspieler schon im Frankenstadion gespielt“, sagt Lushtaku, der einst bei der TG Offenau seine Fußballreise begann, die ihn als Profi in den Kosovo, nach Albanien, Schweden und ja, auch ins Heilbronner Frankenstadion führte.

Als 20-Jähriger gastierte Lushtaku als Spielmacher der Zweitligareserve von 1860 München im Jahr 2010 bei der SG Sonnenhof Großaspach, die damals ihre Regionalliga-Heimspiele in Heilbronn austrug. Im vergangenen August war Lushtaku dann als Freiberger Cheftrainer im Frankenstadion gefordert, beim 4:0 im WFV-Pokal gegen den VfR Heilbronn fungierte er als Coach des Auswärtsteams. Das soll sich ab August ändern, dann gehört dem in Bad Friedrichshall wohnhaften Ex-Coach von Türkspor Neckarsulm nämlich die Heimbank.

Kennen sich auch aus anderer Konstellation: SGV-Sportdirektor Mario Estasi und SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku.
Kennen sich auch aus anderer Konstellation: SGV-Sportdirektor Mario Estasi und SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku.  Foto: IMAGO/Alexander Keppler

So viel Heilbronn steckt bereits im SGV Freiberg – und im Sportlichen Leiter Mario Estasi

Sportlicher Leiter: Ein Jahr lang spielte Mario Estasi für den VfR Heilbronn. Der Trainer in der Saison 2000/01 hieß Eike Immel (534 Bundesligaspiele), einst Nationaltorwart. „Das war eine schöne Zeit“, erinnert sich Estasi an die 28 Oberligaspiele im Trikot des VfR Heilbronn. Schön, weil damals auch Estasis Sohn zur Welt kam. „Es war auch ein turbulentes Jahr, weil der VfR Geldsorgen hatte, erinnert sich der 52-Jährige.  

Nach einem Jahr endete die Heilbronn-Zeit des Mannes aus Schönaich im Landkreis Böblingen. „Ich habe als Vertriebsingenieur im Maschinenbau angefangen“, sagt Estasi. Bei eben jener Firma arbeitet er übrigens noch heute. Estasi freut sich auf Heilbronn. „Wir haben keine Riesenerwartungen, von der Infrastruktur wird es aber besser werden“, sagt er. Im Vergleich zum aktuellen Wasenstadion „fühlt sich das Frankenstadion schon mehr nach Profifußball an“, sagt Estasi.   

SGV-Präsident: „Weitere Mitarbeiter aus der Heilbronner Gegend folgen“

Sportdirektor: Aller guten Dinge sind drei. Dieter Gerstung ist bereits zum dritten Mal beim SGV Freiberg tätig. Seit dem 1. Januar 2026 ist der Mann aus Bad Friedrichshall-Duttenberg Sportdirektor. Diese Funktion hatte er bereits von 2017 bis 2019, sowie von Dezember 2022 bis August 2024 inne, er fungierte auch schon als Teammanager des Regionalligisten. „Natürlich ist das schön“, sagt Gerstung über den Wechsel nach Heilbronn.

Dort hatte lange auch seine Versicherungsagentur ihren Sitz, die nun in Ellhofen ansässig ist. Gerstung ist im Unterländer Fußball kein Unbekannter, weil er vier Jahre lang beim Friedrichshaller SV (Landesliga/Bezirksliga) wirkte, später ein Intermezzo beim FC Union Heilbronn gab und auch schon in der Vergangenheit VfR-Vorstand Onur Celik mit seiner Expertise unterstützte. Gerstung kämpfte sich zuletzt beim SGV Freiberg durch die sehr üppigen Lizenzierungsunterlagen für die 3. Liga.   

Es dürfte übrigens spätestens mit dem Spielortwechsel weiterer Heilbronn-Bezug dazukommen beim SGV Freiberg. „Wir werden sicherlich weitere Mitarbeiter aus der Heilbronner Gegend holen“, sagt SGV-Präsident Emir Cerkez. Auch im Spielerkader ist dieser schon gegeben. Kapitän Marco Kehl-Gomez lebt beispielsweise mit seiner Familie in Neuenstadt am Kocher.

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