SGV Freiberg lässt Heilbronn weiter von der 3. Liga träumen
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Auch die Stuttgarter Kickers werden für Regionalligist SGV Freiberg auf dem Weg in die 3. Liga nicht zum Stolperstein. Der Sport- und Gesangsverein erobert die Tabellenführung durch einen 2:1-Erfolg zurück.
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Heilbronn ist in Freiberg weit weg. Weniger geografisch, mehr mental. Beim Sport- und Gesangsverein vom Neckar zählt sieben Spieltage vor dem Saisonende einzig das Hier und Jetzt. Und das trug am Montag in der Regionalliga Südwest den Namen Stuttgarter Kickers und erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner.
SGV Freiberg besiegt Stuttgarter Kickers und behauptet Tabellenführung im Aufstiegsrennen
Paul Polauke und Gal Grobelnik sorgten mit ihren Toren allerdings dafür, dass das Team aus Degerloch für den SGV Freiberg auf dem Weg in die 3. Liga nicht zum Stolperstein wurde – und sich zugleich Heilbronn weiter berechtigte Hoffnungen machen darf, in der nächsten Saison einen Fußball-Drittligisten zu beherbergen.
Denn durch den 2:1 (2:1)-Erfolg im mit 2500 Zuschauern gut wie selten gefüllten Wasenstadion schoben sich die Freiberger wieder an der SG Sonnenhof Großaspach vorbei an die Tabellenspitze, die der selbsternannte „Dorfklub“ seinerseits erst am Karsamstag durch einen 3:1-Erfolg bei Drittliga-Absteiger SV Sandhausen erklommen hatte.
SGV Freiberg hält dem Druck der SG Sonnenhof Großaspach stand
Doch wie schon vor zwei Wochen, als die SGS mit einem Sieg vorgelegt hatte und die Freiberger gegen die Kickers aus Offenbach nachziehen mussten, ließ sich die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku nicht von ihrem einzig verbliebenen Aufstiegskonkurrenten unter Druck setzen.
Mit seinem ersten Liga-Heimsieg gegen die Stuttgarter Kickers überhaupt hat Regionalligist SGV Freiberg am Ostermontag eine weitere Hürde auf dem Weg in die 3. Liga genommen. Sieben Spieltage stehen noch aus.
Foto: IMAGO/Julia Rahn
„Wir haben gegen starke Kickers heute erneut unter Beweis gestellt, dass wir diesem Druck gewachsen sind. Wir schauen natürlich auf die Tabelle, schauen uns die Ergebnisse an, aber am Schluss haben wir es in den eigenen Füßen“, sagte SGV-Kapitän Marco Kehl-Gómez, nachdem er seine entschlossenen Worte mit einer ebensolchen Leistung auf dem Feld untermauert hatte.
Zur Beruhigung von Emir Cerkez hatte Kehl-Gómez’ souveräner Auftritt allerdings nur bedingt beigetragen. Der Präsident des SGV Freiberg fieberte auf der Tribüne nicht nur, er litt und zitterte mit seiner Mannschaft regelrecht mit.
Paul Polauke lässt der Ansage seines Trainers Taten folgen
Cerkez’ Wechselbad der Gefühle begann früh mit einem Hoch, weil Paul Polauke am ersten Pfosten nach einer Minos-Gouras-Ecke gekonnt zur Führung traf (7. Spielminute). Wie schon vergangene Woche bei Hessen Kassel war der 26-Jährige gegen seinen Ex-Club mit dem Kopf zur Stelle. „‚Kushi‘ (Kushtrim Lushtaku, Anm. d. Red.) hat in der Winterpause klar und deutlich gesagt, dass er erwartet, dass ich mehr Kopfballtore mache – und jetzt habe ich erst einmal geliefert“, sagte Polauke später grinsend. „Ich hoffe aber, dass noch das ein oder andere hinzukommt.“
Warten auf den DFB und die Stadt Heilbronn
Obwohl der SGV Freiberg sieben Spieltage vor dem Saisonende der Regionalliga Südwest als Tabellenführer mit drei Punkten Vorsprung derzeit beste Karten für den Sprung in die 3. Liga hat, ist ein Aufstieg nicht nur vom sportlichen Abschneiden des Sport- und Gesangsvereins, sondern auch von einer Lizenzerteilung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) abhängig.
Nachdem der Club alle notwendigen Unterlagen Anfang März fristgerecht eingereicht hat, wartet er noch auf eine Rückmeldung des DFB, wie dessen Sportdirektor Dieter Gerstung am Rande des 2:1-Erfolgs gegen die Stuttgarter Kickers sagte. Bis zum 25. April soll aber Gewissheit herrschen, welche Bedingungen und Auflagen mit einer möglichen Lizenzerteilung verbunden sind. Bedingungen müsste der SGV noch im Laufe des Zulassungsverfahrens erfüllen, um eine Lizenz zu erhalten, Auflagen können während der folgenden Saison erfüllt werden. Unter anderem wird es darum gehen, ob die Umbauarbeiten im Heilbronner Frankenstadion pünktlich zum Saisonstart abgeschlossen sein werden oder ob der SGV vorsorglich eine Ausweichspielstätte benennen muss. In die Umbau-Pläne der Stadt für das Stadion und dessen Umfeld sei der Verein nicht eingebunden, sagt Gerstung. Fest steht: Mitte Juni steigt der SGV in die Saisonvorbereitung ein – bis dahin benötigt der Vereins mindestens einen Trainingsplatz.
Das erste emotionale Tief folgte dann nach einer halben Stunde, als Kehl-Gómez im Strafraum mit der Hand am Ball war und David Tomic den fälligen Elfmeter für die Kickers sicher verwandelte. „Ansonsten haben wir es in der Box aber sehr gut verteidigt und bis auf den Elfmeter relativ wenig zugelassen“, befand Innenverteidiger Polauke.
Der SGV Freiberg, der seine anfängliche Spielfreude zwischen Führung und Ausgleich ein wenig eingebüßt hatte, übernahm nach dem 1:1 umgehend wieder das Kommando und belohnte sich durch einen Treffer Gal Grobelniks, der in dessen Entstehung nah an der Abseitslinie gelauert hatte.
Vergebene Konter und verschossener Elfmeter lassen SGV zittern
Bis in die Schlussphase hinein blieb das Spiel danach auch ohne Hochkaräter intensiv. In den letzten 15 Minuten stand der SGV tief in der eigenen Hälfte, ließ jedoch wenig zu und hatte seinerseits eine ganze Reihe guter Kontergelegenheiten, die aber meist ebenso leichtfertig vergeben wurden wie der schwach geschossene Foulelfmeter von Nicklas Shipnoski in der Schlussminute – sehr zum Leidwesen von Trainer Lushtaku und Präsident Cerkez. „Wir müssen das ein oder andere Tor mehr machen und einfach konsequenter sein“, bemängelte Kushtrim Lushtaku später und hatte dabei auch die ausgeglichene Tordifferenz (+ 37) im Vergleich mit Sonnenhof Großaspach im Blick.
Die Aufstiegsaspiranten werden jedoch seit Ostermontag vorerst wieder von drei Punkten getrennt, weil der SGV das 2:1 über die Zeit brachte und so seinen ersten Liga-Sieg gegen die Stuttgarter Kicker überhaupt bejubelte. „Es waren brutal wichtige drei Punkte – auch um nochmal ein Zeichen zu setzen, dass wir da und dem Druck gewachsen sind“, sagte Paul Polauke. Marco Kehl-Gómez befand: „Wir haben heute nicht immer schön gespielt, aber sehr reif.“ Und das ist es, was zählt. Für Freiberg, aber ein kleines bisschen auch für Heilbronn.
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