SGV Freiberg im Frankenstadion: Das könnte Folgen für die Aramäer Heilbronn haben
Mit dem Einzug des SGV Freiberg ins Frankenstadion des bisherigen Platzhirschen VfR Heilbronn entsteht eine Problematik. Leidtragende könnten die Aramäer sein.
Der SGV Freiberg spielt ab der kommenden Saison im Heilbronner Frankenstadion – entweder als Fußball-Regional- oder gar Drittligist. Und das sorgt für positive, aber auch negative Kommentare. Zu den Verlierern dieser Zuwanderung könnte auf jeden Fall der Bezirksliga-Tabellenführer Aramäer Heilbronn zählen, für den im Frankenstadion dann wohl kein Platz mehr wäre. Für einen Verein, der seit zehn Jahren an der Badstraße spielt und damit länger als der erst 2018 neu gegründete VfR Heilbronn.
„Was mit uns wird, wissen wir nicht – das steht in den Sternen“, sagt Aramäer-Vorstand Musa Deger. „Müssen wir wieder komplett nach Sontheim-Ost umziehen? Aktuell ist das Frankenstadion auch nächste Saison unsere Spielstätte.“ Deger findet es nicht gut, dass „der SGV Freiberg kommt und wir höchstwahrscheinlich weichen müssen“. Er glaube nicht, dass drei Vereine dort spielen können. Naheliegend ist, dass sein Klub wieder vollumfänglich die alte Heimat in Sontheim-Ost bezieht.
Wegen SGV Freiberg im Frankenstadion droht Aramäern Heilbronn der Umzug
Der Rasenplatz in Sontheim-Ost soll einem Kunstrasen weichen, zusätzlich ein Kleinspielfeld geplant sein. „Aber wann, wie, wo und ob die das noch in diesem Sommer hinkriegen, wage ich zu bezweifeln“, sagt Deger. Und dann stellt der Vorstand der Aramäer Heilbronn die Frage, welcher Fußballer schon dauerhaft auf künstlichem Grün spielen wolle. Er ergänzt: „Wir sind seit 20 Jahren im offiziellen Spielbetrieb und haben immer noch kein Sportheim und somit kein eigenes Zuhause. Darüber sind wir nicht glücklich.“
Mit großem Interesse verfolgt Hartmut Megerle, Vorsitzender des Fußballbezirks Franken, die Diskussionen rund um das Thema SGV Freiberg. Er fände es gut, wenn in Heilbronn höherklassiger Fußball gespielt werde – darum ist es für Megerle zweitrangig, ob dies dann der VfR Heilbronn möglich macht oder ein SGV Heilbronn-Freiberg. Aber auch er macht sich Gedanken um den Bezirksliga-Primus und äußert die leichte Befürchtung „dass die Aramäer am Ende diejenigen sind, die durchs Raster fallen könnten“.

Fußball-Bezirkschef vertraut bei Stadion-Problematik voll der Stadt Heilbronn
Der Bezirksvorsitzende Hartmut Megerle vertraut bei dieser Problematik, die durch die Zuwanderung des SGV Freiberg entsteht, aber den Verantwortlichen bei der Stadt Heilbronn, „die eine Ungleichbehandlung der Vereine sicherlich vermeiden werden“. Schließlich könnte es ja durchaus dazu kommen, dass der VfR Heilbronn als Schlusslicht der Verbandsliga in die Landesliga absteigt und die Aramäer in diese Spielklasse aufsteigen.
Prinzipiell steht Megerle dem Umzug des SGV Freiberg ins Frankenstadion positiv gegenüber und sagt: „Die Stadt Heilbronn und die Umgebung schreien letztendlich schon lange nach höherklassigem Fußball.“ Aber natürlich wäre es für ihn schöner, „wenn dies zum Beispiel der VfR Heilbronn schaffen würde“.
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