Super-Bowl-Fieber in Heilbronn: Miners-Spieler erwarten Football-Spektakel mit Spannung
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Der Super Bowl hält in der Nacht auf Montag die Welt – und auch die Heilbronner Salt Miners – bis tief in die Nacht in Atem. Für einige bleibt der Traum, das Spektakel einmal live im Stadion zu erleben.
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Für sie steht einer der besten Tage des Jahres bevor: mitfiebern, analysieren, genießen – und das viele Stunden mitten in der Nacht. Der Super Bowl, das Finale der amerikanischen Football-Liga (Montag, 0.30 Uhr/RTL und DAZN), begeistert Fans auf der ganzen Welt.
Dieses Jahr treffen die Kansas City Chiefs auf die Philadelphia Eagles. Auch die Spieler der Heilbronn Salt Miners fiebern mit.
Salt Miners Heilbronn freuen sich auf lange Super Bowl-Nacht
„Wir sind natürlich alle gespannt und aufgeregt“, sagt einer von vier Mannschaftskapitänen, Pascal Dilla. „Fast so aufgeregt wie bei unseren eigenen Spielen.“ Normalerweise organisieren die Miners mannschaftsintern eine Watchparty. „Klassisch mit All-you-can-eat-Buffet“, erzählt Dilla, „typisch amerikanisch eben.“ Dieses Mal hat es aber nicht geklappt, sich rechtzeitig darum zu kümmern.
Ist die Begeisterung verflogen? „Nein, nein, wir schauen es trotzdem alle an“, bekräftigt der 26-Jährige, der die Position des Linebackers bekleidet. Klar, das Football-Event schlechthin will kein eingefleischter Fan verpassen. „Es ist immer besonders: die Halbzeitshow, die Nationalhymne, die Stimmung“, erzählt Dilla weiter.
Die Heilbronn Salt Miners mit Dustin Bernlöhr (von links), Michael Zeyer, Pascal Dilla und Leo Finkbeiner sind bereit für den Super Bowl zwischen den Kansas City Chiefs und den Philadelphia Eagles.
Foto: privat
Gerne würde er einmal live dabei sein, „aber die Preise sind echt sportlich“, klagt der Miners-Kapitän. Der durchschnittliche Ticketpreis liegt laut Medienberichten bei rund 7796 Euro – ein teurer Spaß. Da ist es vor dem Fernseher günstiger – „und vor allem übersichtlicher“, so Dilla.
„Ich würde den Preis zahlen!“ – Heilbronner Quarterback über seinen Super-Bowl-Traum
Für Quarterback Leo Finkbeiner (23) steht dennoch fest: Er will unbedingt einmal beim Super Bowl dabei sein. Durch eine Amerika-Reise mit seiner Familie in jungen Jahren wurde er zum begeisterten Football-Fan und treuen Anhänger der San Francisco 49ers. „Ja, ich würde den Preis zahlen“, sagt der aufgeweckte junge Mann. Es sei ein Traum für jeden Footballer oder Fan, dieses Großereignis live zu erleben.
„Es ist das Spiel, bei dem alles zusammenläuft. Jedes Saisonspiel, jeder Touchdown: Jetzt geht es um alles“, erklärt er. Am liebsten würde er seine Super-Bowl-Reise mit einer Teilnahme seiner 49ers und einem Sieg kombinieren. Dafür müssten die 49ers in der kommenden Saison allerdings deutlich zulegen – in der NFC Conference reichte es in der vergangenen Spielzeit nur für Platz 12 von 16 Mannschaften.Finkbeiner verfolgt das Finale gemeinsam mit Freunden und Teamkollegen. Das traditionelle All-you-can-eat-Buffet wird dieses Jahr im privaten Rahmen organisiert.
Die Miners bei einer kurzen Teamansprache.
Foto: Katharina Audrey
Football-Fieber in Heilbronn: Warum der Super Bowl jedes Jahr neue Fans bringt
Das große mediale Interesse am Super Bowl sorgt auch regional für mehr Begeisterung am Sport. Das bemerken die Miners ebenfalls: „Ein, zwei Wochen nach dem Super Bowl kommen einige zu uns und möchten es ausprobieren“, erzählt Finkbeiner. Nicht alle bleiben jedoch langfristig dabei.
Wide Receiver Michael Zeyer wurde selbst durch das Super-Bowl-Schauen zum Footballspielen inspiriert. „Es dauert nicht lange, bis man das Spiel versteht. Sich aber wirklich in die Tiefe der Strategien einzuarbeiten, braucht Zeit“, sagt Zeyer.
„Da ist traditionell immer frei!“ – So meistern Football-Fans den Tag nach dem Super Bowl
Spielbeginn: 0.30 Uhr, voraussichtliches Spielende: 4.30 Uhr. Der Tag danach müsste eigentlich gelaufen sein, oder? Cornerback Dustin Bernlöhr hat dafür eine bewährte Lösung. „Da ist traditionell immer frei“, sagt der 24-Jährige. Heutzutage plant er sich diesen Tag bewusst als Urlaubstag ein. Früher, während der Schulzeit, „bin ich kurz zum Arzt gegangen“, gesteht er mit einem verschmitzten Lachen.
Die Heilbronn Salt Miners wurden 1994 gegründet und spielen derzeit in der Kreisliga Baden-Württemberg. Der Verein zählt aktuell rund 50aktive Spieler, inklusive der U 19- und U 17-Mannschaften. Ihre Heimspielstätte befindet sich in Neckargartach. „Der Zusammenhalt im Team ist super“, sagt Trainer Benjamin Gebhardt, der seine Mannschaft allmählich auf das erste Saisonspiel am 23. März gegen die Eagles Reutlingen II vorbereitet.
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