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Zoll befragt Spieler der Neckarsulmer Sport-Union

  
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Vor dem Spiel der Sportfreunde Schwäbisch Hall gegen die Neckarsulmer Sport-Union hat der Zoll Spieler und Funktionäre beider Teams zu Vertragsinhalten befragt. Erklären, was dahintersteckt, können sich Vertreter beider Vereine nicht.

Es war keine Nacht-und-Nebel-Aktion, die Herrschaften kamen am Samstagmittag rund zwei Stunden vor Spielbeginn der Verbandsliga-Begegnung Sportfreunde Schwäbisch Hall gegen die Neckarsulmer Sport-Union. Eine Stunde lang wurden die Spieler und Funktionäre beider Teams zu Vertragsinhalten befragt, direkt vor dem 2:1-Sieg der Neckarsulmer. 

Auf Anfrage der Heilbronner Stimme teilt das Hauptzollamt mit, dass es sich um „eine Prüfaktion der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Heilbronn“ gehandelt habe. 30 Beamte waren vor Ort und vernahmen die Akteure beider Sechstliga-Mannschaften. Schwarzarbeit bei der Neckarsulmer Sport-Union? Vereinsboss Rolf Härdtner widerspricht energisch: „Es gibt bei uns kein Schwarzgeld.“ Er betont: „Wir wissen nicht, was uns vorgeworfen wird.“

Trainer kritisiert, dass nicht nach dem Spiel kontrolliert wurde

Auch bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall sieht man den Ergebnissen der Befragung gelassen entgegen. „Ich kann mir nicht erklären, warum die gerade zu uns gekommen sind“, meinte Halls Trainer Thorsten Schift. „Ich denke, wir konnten alle Fragen sauber beantworten. Grundsätzlich habe ich gegen so eine Aktion nichts. Mir stellt sich die Frage, warum die vor einem Spiel kommen und nicht hinterher. Das hat alle verunsichert und ist Wettbewerbsverzerrung.“ 

Die offene Frage ist nun: Handelt es sich um eine rein routinemäßige Kontrolle, oder gibt es bei beiden Vereinen einen konkreten Anfangsverdacht? Der Oberligist FSV Hollenbach hatte im Jahr 2011 Besuch vom Zoll, 2013 folgten Durchsuchungen, erst im vergangenen Sommer endete das anschließende Verfahren mit einem Strafbefehl.     fhu/mars

 


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