Rugby-Länderspiel in Neckarsulm als Nachbarschaftsduell

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Am Samstag steigt auf dem Pichterich das Länderspiel zwischen den Nationalmannschaften aus Deutschland und den Niederlanden. Nationaltrainer Mark Kuhlmann hofft auf einen Sieg.

Gegen die Niederlande wird es am Samstag in Neckarsulm sicher ähnlich robust zur Sache gehen, wie vergangene Woche gegen Spanien.
Gegen die Niederlande wird es am Samstag in Neckarsulm sicher ähnlich robust zur Sache gehen, wie vergangene Woche gegen Spanien.  Foto: IMAGO/Jürgen Kessler

Die Bilanz liest sich gut: In bislang 44 Aufeinandertreffen mit den Niederlanden gab es für das deutsche 15er Nationalteam 29 Siege. Mit gerade einmal 16 Siegen in 45 Duellen fällt die Bilanz der deutschen Fußballer gegen Oranje deutlich magerer aus.

Dennoch gehen die Holländer am Samstag (13.15 Uhr) im Neckarsulmer Pichterichstadion als leichter Favorit in die European-Championship-Partie gegen die Schwarzen Adler. "Die Niederländer spielen schon zwei, drei Jahre länger auf diesem Niveau. Die Erfahrung haben sie uns voraus. Trotzdem wollen wir das Spiel gewinnen", sagt Nationaltrainer Mark Kuhlmann.

2019 verliert Deutschland gegen die Niederlande 7:37

Das jüngste Aufeinandertreffen ist noch gar nicht so lange her. Ende November 2019 unterlag Deutschland in Heidelberg mit 7:37 (7:10). Allerdings war die Partie wesentlich offener, als der Endstand signalisiert. Bis eine Viertelstunde vor dem Ende war beim Stand von 7:16 noch alles offen.


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Für Kuhlmann war es damals die Heimpremiere im Amt des Nationaltrainers. "Das war ein ganz anderes Spiel mit ganz anderem Personal auf beiden Seiten", sagt der Heilbronner.

Ein Problem von damals besteht aber nach wie vor. "Wir nutzen unsere Chancen noch nicht konsequent genug, bringen unsere Überlegenheit nicht auf die Anzeigetafel", sagt Kuhlmann. Gegen Spanien hatte sein Team zuletzt deutlich mehr Ballbesitz und erzeugte über lange Phasen viel Druck. Doch es gelang nie den aufgrund der verschlafenen Anfangsphase eingehandelten 0:14-Rückstand wieder aufzuholen.

Länderspiel-Premiere in Neckarsulm soll mit einem Sieg enden

"Es war aber toll, wie wir das abgeschüttelt und uns ins Spiel rein gekämpft haben. Das war ein Riesenschritt nach vorn", ist Kapitän Jörn Schröder überzeugt. Sein Trainer weiß aber auch: "So einem Rückstand hinterherzurennen kostet viel Kraft - auch mental. Es wäre schon gut, mal selbst vorzulegen."

Personell war Kuhlmann in dieser Woche noch zu einer Änderung gezwungen. Hassan Rayan bekam nach einem Schlag gegen den Kopf keine ärztliche Freigabe. Dafür rückt Niklas Hohl nach. Auch der Kapitän der Siebener-Nationalmannschaft Carlos Soteras Merz steht weiterhin zur Verfügung. "Ich erwarte ein ganz knappes Spiel. Umso wichtiger ist es, seine Leistung auch über die gesamten 80 Minuten auf den Platz zu bringen", fordert Schröder und versichert: "Dieser unbedingte Wille herrscht auf jeden Fall im Team vor." Die Länderspiel-Premiere in Neckarsulm soll schließlich mit dem 30. Länderspielerfolg gegen den Nachbarn gekrönt werden.

 

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