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Neckar-Cup 2.0 in Bad Rappenau wird immer konkreter - was jetzt noch fehlt

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Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei unterstützt die Sponsorensuche von Neckar-Cup-Turnierdirektorin Mine Cebeci. 400.000 Euro müssen zusammenkommen.

Das sind die entscheidenden Fragen: Gibt es beim Neckar-Cup einen Nachfolger von Turniersieger Sumit Nagal? Gibt es ein Nachfolgeturnier?
Das sind die entscheidenden Fragen: Gibt es beim Neckar-Cup einen Nachfolger von Turniersieger Sumit Nagal? Gibt es ein Nachfolgeturnier?  Foto: Berger, Mario

Das ist ein Statement: Am Dienstagnachmittag hat Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei in seinem Amtszimmer eine Pressekonferenz gegeben. „Das ist das erste Mal, dass wir zu solch einem Anlass in einem Rathaus sind“, sagte Mine Cebeci, die seit zehn Jahren den Neckar-Cup organisiert – bisher in Heilbronn.

Der Umzug vom Württembergischen ins Badische ist beschlossen, gemeinsam mit dem TC Blau Gelb Bad Rappenau um seinen Vorstand Christoph Bohnsack soll es von 1. bis 8. Juni mit dem weltbekannten Tennis- Challenger weitergehen. Und auch das ist ein Statement, formuliert von Sebastian Frei: „Dass ein so prestigeträchtiges Turnier nach Bad Rappenau kommen soll, kommen wird, ist eine tolle Sache.“ Geht es mit dem Neckar-Cup wirklich weiter?

„Dass ein so prestigeträchtiges Turnier nach Bad Rappenau kommen soll, kommen wird, ist eine tolle Sache.“

Oberbürgermeister Sebastian Frei

Mine Cebeci nickte. Seit dem 17. Oktober, als die Turnierdirektorin in den Räumen der Stimme-Mediengruppe bekanntgegeben hatte, dass es in Heilbronn nicht weitergehen wird, hat der „Neckar-Cup 2.0“ mächtig Tempo aufgenommen. „Wir haben schon ein Level erreicht, von wo wir nicht mehr zurückkönnen“, sagte Mine Cebeci. „Wir sind positiv, dass wir das Budget zusammen bekommen.“

Der Neckar-Cup kommt optisch nun in Gold statt Gelb daher

Die Farbe des Turniers hat von einem leuchtenden Gelb zu einem sandigen Gold gewechselt, wie auf den Sponsoren-Broschüren zu sehen ist. Sie werden ab sofort durch viele Hände gehen. Die Herausforderung ist groß, die Zahl, die hinter dem Preisgeld von 120 950 Euro zusammenkommen muss, ist noch größer.

„Das Budget des Turniers liegt wie zuletzt bei ungefähr 400 000 Euro“, sagte Turniergründer Metehan Cebeci, der seiner Frau künftig als „Turnierbeirat und Turniermanager“ assistiert. 50 bis 60 Prozent des Berges habe man schon zusammengetragen, 15 Prozent davon seien Zusagen von bisherigen Sponsorenpartnern, so Metehan Cebeci.

Wollen ein Challenger-Turnier in Bad Rappenau etablieren (von links): Christoph Bohnsack, Mine Cebeci und Sebastian Frei.
Wollen ein Challenger-Turnier in Bad Rappenau etablieren (von links): Christoph Bohnsack, Mine Cebeci und Sebastian Frei.  Foto: Müller-Appenzeller, Lars

400 000 Euro müssen es werden. Denn ein Heruntergehen mit dem Preisgeld beziehungsweise der Turnierkategorie um eine Stufe – so wie es kurz vor dem 10. Heilbronner Neckar-Cup vergangenen Juni wegen der veränderten wirtschaftlichen Lage geschah – sei nicht möglich. In der zweiten Hälfte der French Open dürfe man die geplante Kategorie 100 nicht unterschreiten, machte Mine Cebeci, die den günstigen Turniertermin behalten will, klar.

Die Zuversicht auf eine (sandig) goldene Zukunft des Neckar-Cups, sie ist bei allen Beteiligten groß. Oberbürgermeister Sebastian Frei hofft, mit seiner Unterstützung der potenziellen Sponsoren die Unsicherheit zu nehmen. Christoph Bohnsack, schon vor Jahren Zuschauer beim Heilbronner Neckar-Cup, hatte „erst einmal Respekt vor der Anfrage“ – die Cebecis nahmen den Kontakt mit dem TC Blau Gelb auf, weil der den größten Platz der Region aufweise, der auch den Profis genügend Auslauf bietet.

TC-Vorstand Christoph Bohnsack hofft auf mehr als weiter zehn Turnierjahre

Auch der Chef des etwa 250 Mitglieder starken Tennis-Clubs ist guter Dinge, große Baumaßnahmen stünden auf der großzügigen Anlage an der Solebohrung am Kurpark nicht an: „Unsere jüngeren Mitglieder waren von der Nachricht hellauf begeistert“, sagte Christoph Bohnsack, die Skepsis der älteren sei nicht allzu groß gewesen. Auf die Frage, ob nach zehn Jahren Heilbronner Neckar-Cup nun zehn Jahre Bad Rappenauer Neckar-Cup folgen, sagte er: „Hoffentlich mehr!“

„Wir haben schon ein Level erreicht, von wo wir nicht mehr zurückkönnen.“

Mine Cebeci

Noch gilt es etliche Hausaufgaben zu machen, Fragen zu klären. Zum Beispiel sei ein Turnier-Hotel noch nicht gefunden. „Von Samstag bis Donnerstag brauchen wir täglich 100 Zimmer“, machte Mine Cebeci deutlich. Klar ist, dass die Sportveranstaltung die größte in der Geschichte Bad Rappenaus wird.

Klar ist auch, dass bis spätestens zum Stichtag am 30. Januar 2025 der Etat stehen muss – damit die imposante Siegerliste des Neckar-Cups unter anderem mit Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff, Daniel Altmaier, Davis-Cup-Sieger Matteo Arnaldi und zuletzt dem Inder Sumit Nagal tatsächlich noch länger werden kann.

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