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Sieg oder Terminproblem – Eisbären Heilbronn stehen vor Titel Nummer sechs

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Im Heimspiel am Donnerstag gegen Zweibrücken soll der entscheidende Sieg für die Eisbären Heilbronn in der Best-of-five-Serie her. Andernfalls hätte Trainer Kai Sellers ein terminliches Problem.

Im bisher einzigen Heimspiel der Finalserie enttäuschten die Eisbären Heilbronn ihren Trainer. In dieser Szene trifft Yosuke Jumonju zum 1:1, am Ende stand nach schlechtem Auftritt aber eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung.
Foto: Ralf Seidel
Im bisher einzigen Heimspiel der Finalserie enttäuschten die Eisbären Heilbronn ihren Trainer. In dieser Szene trifft Yosuke Jumonju zum 1:1, am Ende stand nach schlechtem Auftritt aber eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Natürlich. Für das vierte Spiel in der Finalserie erwartet Trainer Kai Sellers von seinen Eisbären Heilbronn Härte. Einerseits. Andererseits, so der 49-Jährige: "Ich hoffe, dass die Mannschaft auch Einfühlungsvermögen zeigt." Zwei Dinge, die sich widersprechen. Eigentlich. Denn in diesem einen besonderen Fall lassen sich die konträren Eigenschaften sinnvoll ergänzen.

Am Donnerstag (20 Uhr) können die Eisbären ihre Titelverteidigung in der Regionalliga Südwest gegen Zweibrücken perfekt machen. Nach dem furiosen 8:4-Erfolg bei den Hornets am Sonntag führen die Unterländer die Best-of-five-Finalserie mit 2:1 an. Und niemandem wäre es lieber als Kai Sellers, wenn sein Team schon in Spiel vier einen Strich unter die Serie macht.

HEC Eisbären: Würde es ein fünftes Spiel geben, wäre Sellers nicht dabei

Aus ganz eigennützigen Gründen. "Ich gehe am Freitag in Urlaub", sagt der Coach. Heißt: Sollte es ein fünftes, alles entscheidendes Duell geben, wäre Sellers nicht mit dabei. Und würde im Zweifel die Feierlichkeiten verpassen. Das wäre nicht in seinem Sinn, auch wenn es bereits der sechste Titel für ihn mit den Eisbären wäre.

"Es ist trotzdem ja immer wieder besonders", sagt Sellers, der mit den Eisbären schon aus der Landesliga in die Regionalliga aufgestiegen ist. "Es sind immer andere Jungs dabei, immer andere Voraussetzungen und ich entwickele mich ja auch weiter", sagt er. Die Reise zu verschieben, ist nicht möglich. Die Kreuzfahrt mit der Aida ist lange gebucht. "Ich werde am 5. April 50, da wollte ich nicht zu Hause sein", verrät Sellers. Titel Nummer sechs wäre da das perfekte Geschenk, das der Coach gerne persönlich annehmen würde. Das ginge aber nur am Donnerstagabend.

Eisbären vor Titelgewinn: Die Heilbronner haben schon zwei Spiele geklaut

Insofern setzt er auf das Verständnis sowie Einfühlungsvermögen seiner Eisbären, dass es schaffen muss, eine Gesetzmäßigkeit dieser Finalserie zu brechen: In allen drei Spielen hat sich bisher das Auswärtsteam durchgesetzt. Sellers zweifelt aber nicht daran, dass seine Jungs das packen. "Zweibrücken hat in den letzten Jahren nicht ein Heimspiel in den Playoffs verloren - wir haben jetzt zwei Spiele geklaut." Auf der anderen Seite war der Coach enttäuscht vom Auftritt des Teams bei der 2:3-Pleite nach Verlängerung im eigenen Stadion.

"Da war auch ein bisschen Hochmut daheim: Die Jungs dachten, sie würden Zweibrücken zu Hause ganz sicher schlagen." Das ging nach hinten los. Aber auch aus diesem Spiel nehmen Sellers und seine Eisbären was Positives mit: "Wir haben wirklich schlecht gespielt und trotzdem stand es nach 60 Minuten 2:2." Am Ende gehe es um Kleinigkeiten.

HEC hat das Momentum nach dem 8:4-Erfolg in Zweibrücken auf seiner Seite

Unbestritten ist aber, dass Zweibrücken Donnerstag um jeden Preis gewinnen will, um dann im Spiel fünf zu Hause den Titel zu holen. Sellers erwartet einen heißen Ritt. Er denkt aber, dass die Eisbären mit dem 8:4-Auswärtserfolg das Momentum auf ihrer Seite haben.

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