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Heilbronner Parallel-Playoffs: Falken in Memmingen, HEC Eisbären gegen Zweibrücken

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Die Heilbronner Falken brauchen noch einen Sieg für das Playoff-Halbfinale. Der soll am Freitag in Memmingen her. Für die HEC Eisbären steht das erste Final-Heimspiel gegen Zweibrücken an.

Der Doppel-Torschütze der Falken vom Dienstag, Linus Wernerson Libäck, würde gerne am Freitag in Memmingen wieder jubeln.
Foto: Mario Berger
Der Doppel-Torschütze der Falken vom Dienstag, Linus Wernerson Libäck, würde gerne am Freitag in Memmingen wieder jubeln. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Playoffs, Baby! Wer es in Heilbronn mit dem schnellen Kufensport hält, der bekommt in diesen Tagen die volle Dröhnung. Die Heilbronner Falken haben im Playoff-Viertelfinale am Freitagabend (20 Uhr) in Memmingen Matchpuck. Mit einem Sieg würde das Team von Trainer Frank Petrozza ins Oberliga-Halbfinale einziehen. Eine Spielklasse tiefer stehen die HEC Eisbären bereits im Finale und haben das erste Spiel der Best-of-Five Serie gegen die Zweibrücken Hornets gewonnen. Am Freitagabend (20 Uhr) steht in der Eishalle am Europaplatz Spiel zwei auf dem Programm.

Bei den Falken ist die Zielsetzung eindeutig: "Ich habe den Jungs gesagt, dass ich am Sonntag zu Hause in Essen Rasen mähen muss", sagt Petrozza schmunzelnd. Der 53-Jährige hat also keine Zeit für ein Spiel fünf am Sonntag, das im Fall der Fälle um 18.30 Uhr stattfinden würde. Seine Spieler hätten gegen ein paar zusätzliche freie Tage vor einer Halbfinalserie ab dem 30. März nichts einzuwenden. Doch Petrozza weiß genau, dass man das Fell des Bären nicht verteilen sollte, bevor er erlegt ist. "You gotta win vier Spiele", wiederholt er am Donnerstag mehrmals. "Wir müssen bereit sein. Memmingen wird kommen, die haben nichts mehr zu verlieren", ist Petrozza überzeugt.

Just ist im Angriffsspiel der Falken ein wichtiges Puzzlestück

Bei den Heilbronnern wird Robin Just nach seiner Sperre zurückkehren. Wie wichtig der 36-Jährige fürs Spiel der Falken ist, war am Dienstag beim erst in der Schlussphase erkämpften 4:1-Sieg mehrfach zu erkennen. Immer wieder sah sich Petrozza gezwungen, seine Reihen umzustellen, weil ein zentraler Spielgestalter fehlte. "Justi ist in unserem Angriffsspiel ein ganz wichtiges Puzzelstück", sagt Petrozza.


Intensiv hat der Coach mit seinem Team noch einmal die Anfangsphase analysiert. Wie bisher in allen Partien gegen Memmingen kamen die Falken schwer in Gang. "Wir müssen nur die richtigen Entscheidungen treffen, die Scheibe schnell aus der eigenen Zone spielen, nicht so viel quer", fordert Petrozza.

Wie schon im dritten Spiel gut praktiziert, soll die Strafbank möglichst unbesetzt bleiben. "Egal was passiert, wir müssen unsere Emotionen im Griff behalten. Wir dürfen Memmingen nicht wieder sechs, sieben Überzahlsituationen ermöglichen", sagt Petrozza. Pontus Wernerson Libäck und Oula Uski bekamen am Donnerstag leicht erkältet trainingsfrei. "Wir brauchen sie am Freitag", sagt Petrozza.

Die Eisbären können am Sonntag Meister werden

Da brauchen die Eisbären ebenfalls alle Kräfte. "Wir müssen defensiv gut stehen und offensiv unsere Chancen verwerten", lautet die Marschroute von Kai Sellers. Der Eisbären-Coach ist überzeugt: "Zweibrücken wird rauskommen wie die Feuerwehr." Souverän hatten die Saarländer die Hauptrunde für sich entschieden, aber bereits in der Halbfinalserie gegen die Mad Dogs Mannheim ihre liebe Mühe gehabt und die Serie erst im fünften Spiel für sich entschieden. Ausschlaggebend war dabei für das Team von Trainer Ralf Wolf die Heimstärke.

Die Halbfinal-Serie gegen Hügelsheim meisterten die HEC Eisbären (dunkle Trikots) souverän. In der Finalserie führen sie gegen Zweibrücken mit 1:0.
Foto: Archiv/Seidel
Die Halbfinal-Serie gegen Hügelsheim meisterten die HEC Eisbären (dunkle Trikots) souverän. In der Finalserie führen sie gegen Zweibrücken mit 1:0. Foto: Archiv/Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Umso bitterer war die 3:4-Niederlage gegen die Eisbären am vergangenen Sonntag. Damit ist der Heimvorteil in der Serie dahin. "Zweibrücken hatte seit 20 Playoff-Spielen zu Hause nicht mehr verloren. Auf der kleinen Eisfläche und mit Netzen statt Plexiglasscheiben haben sie in ihrer Arena einen klaren Vorteil", erklärt Sellers.

Geht es nach dem Coach, feiern seine Eisbären bereits am Sonntag (19 Uhr) nach dem dritten Spiel in Zweibrücken die Meisterschaft. "Ich bin ab dem 29. März im Urlaub. Den möchte ich gerne mit freiem Kopf antreten." Diesen Plan wollen die Hornets natürlich zunichte machen. "Ich habe jetzt nichts bei Heilbronn gesehen, was mir in irgendeiner Form Angst bereitet. Machbar sind die", erklärte Zweibrückens Coach Wolf selbstbewusst gegen über dem "Pfälzischen Merkur", obwohl sein Team seit 2018 kein Auswärtsspiel in den Playoffs gewonnen hat. "Da müssen wir nun zeigen, dass wir es auch anders können."

Freier Eintritt

Alle Fans und Dauerkarteninhaber der Heilbronner Falken, die beim Playoff-Heimspiel gegen die Memmingen Indians am Dienstag, 19. März, dabei waren, erhalten am Freitag gegen Vorlage ihrer Karte gratis Zutritt zu den Stehplätzen beim Playoff-Heimspiel der HEC Eisbären gegen Zweibrücken.

 
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